Spezialtechnik zur Waldbrandbekämpfung

Maschinenvorführung bei Arnsberg/Sauerland 

(Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)
(Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)

In Zeiten von Klimawandel und zunehmenden Extremwetterereignissen gilt es, die Waldbrandprävention voranzutreiben, wie auch effektive Techniken für die Waldbrandbekämpfung vorzuhalten. Bei einer Maschinenvorführung in Arnsberg haben sich Wald- und Brand-Experten über neueste Spezialtechnik zur Brandbekämpfung informiert, die besonders für unwegsames Gelände im Wald geeignet sein soll.

Bild 2: Die Löscheinheit bei der Vorführung im „Friedenseinsatz“ zum Beregnen von Jungbäumen im Arnsberger Wald (Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)
Bild 2: Die Löscheinheit bei der Vorführung im „Friedenseinsatz“ zum Beregnen von Jungbäumen im Arnsberger Wald (Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)

Hartwig Dolgner, Experte für Katastrophenvorsorge bei Wald und Holz NRW: „In erster Linie ist für die Wälder entscheidend, die Klimakrise zu stoppen. Außerdem ist natürlich die Prävention durch Entwicklung vielfältiger und vitaler Wälder wichtig, wie auch auf persönlicher Ebene das Respektieren des Rauchverbots. Für die Brände, die trotz aller Vorsorge auftreten, ist es elementar, dass gut ausgebildete Einsatzkräfte auf schlagkräftige Technik zugreifen können.“

Einen Vorschlag, wie so etwas aussehen kann, hat der finnische Forstmaschinenhersteller Ponsse mit dem „Firefighter“ gemacht. Standard-Forstmaschinen können die Löscheinheit aus Tank mit Pumpe und Strahlrohr aufsatteln und damit ohne weiteres in unwegsames Gelände vordringen.

Ob und unter welchen Bedingungen diese Technik ein Baustein der hiesigen Waldbrandbekämpfung werden könnte, konnten heute Interessierte im Rahmen einer Maschinenvorführung für sich prüfen. Das Angebot zur Besichtigung richtet sich insbesondere an Feuerwehren und spezialisierte Forstleute, wie auch an Forstunternehmen.

Thilo Wagner, Forsttechnik-Experte bei Wald und Holz NRW: „Die Klimakrise hat auch auf die Forsttechnik massive Auswirkungen. Wir müssen Wege viel mehr für Starkregen auslegen und Wälder noch viel intensiver vor Auswirkungen von Waldbränden schützen. Mit meinem Team ist es mir wichtig, hier für NRW immer auf dem neuesten Stand zu sein. Deswegen haben wir die Vorführung möglich gemacht.“ Langfristig arbeiten die Försterinnen und Förster von Wald und Holz NRW daran, klimastabile Mischwälder zu entwickeln, die durch eingemischte Laubbäume auch die Waldbrandgefahr mindern.

Nils Constabel, der die Maschine für die Wahlers Forsttechnik GmbH & Co.KG vorstellte, führte aus: „Unser ‚Firefighter‘ kann auf vorhandene Forstmaschinen aufgesattelt werden. Brandherde können so auch ohne Wege und aufwändige, lange Schlauchleitungen relativ zügig von Einsatzkräften mit 10.000 Liter Löschwasser erreicht werden. Wir sehen darin eine interessante Ergänzung der Feuerwehrtechnik für Großbrände im Wald.“

 

Quelle: Wald und Holz NRW

Bild 3: Die Löscheinheit bei der Vorführung im „Friedenseinsatz“ zum Beregnen von Jungbäumen im Arnsberger Wald (Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)
Bild 3: Die Löscheinheit bei der Vorführung im „Friedenseinsatz“ zum Beregnen von Jungbäumen im Arnsberger Wald (Bild: Wald und Holz NRW, Friedrich Louen)

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