Licht und Schatten für Wild und Jagd

Stellungnahme des LJV BaWü zum Koalitionsvertrag der neuen grün-schwarzen Landesregierung

Ein Hochsitz im Wald (Symbolbild: Tobheg)
Ein Hochsitz im Wald (Symbolbild: Tobheg)

Die neue-alte Koalition aus Bündnis90/Die Grünen und CDU haben sich in einem 162-seitigen Koalitionsvertrag („Erneuerungsvertrag“), auf Ziele und Maßnahmen der Politik für die Jahre 2021- 2026 geeinigt.

Der LJV hat den Vertrag auf Aussagen geprüft, die für Wild, Jagd und Natur relevant sind und dabei festgestellt: Es gibt Licht und Schatten.

Knackpunkte für den LJV sind insbesondere die Aussagen zum Thema „Wald und Wild“, die nichts Gutes ahnen lassen. Der im gemeinsamen Positionspapier „Waldumbau und Wild im Klimawandel“ von MLR und LJV aus 2020 aufgezeigte Weg – nur gemeinsames Handeln aller Betroffenen führt zum Erfolg – findet im Koalitionspapier leider keine Erwähnung.

Der LJV hat deshalb angekündigt, dass er sich allen Bestrebungen, Waldumbau nur mit der Büchse umsetzen zu wollen, widersetzen wird.

Unzufrieden ist der LJV auch damit, dass das Rotwild und die dringend notwendige Änderung der Rotwildverordnung von 1958 mit keinem Wort in der Vereinbarung erwähnt werden. 

Ungeachtet dessen finden sich im Koalitionsvertrag auch positive Ansätze. So zeigt sich, dass die im Wesentlichen von LJV und Wildforschungsstelle getragene Allianz für Niederwild ein Schritt in die richtige Richtung war und ist. Einige Forderungen des LJV und anderer Verbände zur Agarpolitik lassen hoffen, dass sich die Situation für Feldbewohner künftig zum Besseren wendet – wenn die notwendigen Mittel für die Umsetzung bereitgestellt werden. 

2021__05_14_StellungnahmeLJVKoalitionsvertrag.pdf

 

Quelle: Landesjagdverband Baden-Württemberg e. V.

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