Jäger verurteilen Vergiften von Greifvögeln

In der Rhön wurden mehrere tote Greifvögel mit dem Insektizid Carbofuran vergiftet. 

In der Rhön wurden mehrere tote Greifvögel, darunter auch Rotmilane gefunden. (Beispielbild: Herbert Aust)
In der Rhön wurden mehrere tote Greifvögel, darunter auch Rotmilane gefunden. (Beispielbild: Herbert Aust)

In der Rhön wurden in den vergangenen Monaten immer wieder tote Greifvögel gefunden. Als Jäger einen verendeten Rotmilan entdeckten, beauftragen der Jägerverein Bad Kissingen sowie der Bayerische Jagdverband eine Untersuchung des Kadavers an der Ludwig-Maximillian-Universität in München. Die Analysen ergaben, dass der Greif mit Carbofuran vergiftet wurde. Carbofuran ist ein Insektizid, dass als Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurde. Wenn Wildtiere das Gift aufnehmen, führt dies zu einem qualvollen Herz-Kreislauf-Stillstand.

Die Untersuchung wurde von den Jägern bezahlt. Behauptungen einzelner, dass die Jäger etwas damit zu tun haben könnten, weisen der Verband und die Kreisgruppe entschieden von sich. Der Bayerische Jagdverband betont, dass eine illegale Tötung von Wildtieren keinesfalls toleriert werden darf. 

„Als Jagd- und anerkannter Naturschutzverband verurteilen wir die illegale Tötung von Wildtieren die dem Jagd- und Naturschutzgesetz unterliegen aufs Schärfste“, so Ernst Weidenbusch, Präsident des BJV. „Im Hinblick auf solche Vergehen fahren wir entschlossen eine gemeinsame Null-Toleranz-Strategie.“

Auch Dr. Helmut Fischer, Vorsitzender der KG Bad Kissingen bekräftigt, dass die Vergiftung und Tötung von geschützten Wildtieren hochkriminell ist und solche Vergehen gründlich untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Quelle: Bayerischer Jagdverband e.V.

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