760 Kilometer Schutzzäune gegen Afrikanische Schweinepest

Über 300.000 Euro investierten Landkreise und kreisfreien Städten in die neuen Zäune

Knapp 800 Kilometer neue Zäune, um im Ausbruchsfall die ASP einzudämmen, hat der Freistaat präventiv erworben. (Symbolbild: Annette Meyer)
Knapp 800 Kilometer neue Zäune, um im Ausbruchsfall die ASP einzudämmen, hat der Freistaat präventiv erworben. (Symbolbild: Annette Meyer)

Der Freistaat Bayern bereitet sich gemeinsam mit den Landkreisen und Städten weiter intensiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) vor. Aktuell wurden dazu mehrere hundert Kilometer neue Schutzzäune erworben. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu in München: „Rund 760 Kilometer neuer Schutzzaun sind ein starkes Signal für Bayern. Die kommunale Familie in Bayern kann sich auf uns verlassen. Die Initiative der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte haben wir gerne unterstützt. Die neuen Zäune ergänzen unsere umfangreichen Präventionsmaßnahmen in bestmöglicher Weise. Eines ist klar: Eine nachhaltig wirksame ASP-Bekämpfung kann nur im engen Schulterschluss mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden vor Ort und unter Nutzung aller Ressourcen gelingen.“ Über 300.000 Euro wurden von den Landkreisen und kreisfreien Städten in die neuen Zäune investiert. Der Großteil des Zaunmaterials wird im zentralen Tierseuchenlager des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gelagert, die übrigen Zäune dezentral in Bayern verteilt.

„Eine effektive ASP-Bekämpfung beginnt in den Landkreisen und Kommunen vor Ort! Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und bereiten uns bestmöglich auf einen möglichen ASP-Fall in Bayern vor“, so Landkreistagspräsident Christian Bernreiter. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Initiative zur Beschaffung von Zaunbaumaterial vom Umweltministerium so positiv aufgenommen wurde. Für die Unterstützung bei der Beschaffung und zentralen Einlagerung am LGL ein herzliches Dankeschön!“ Um im ASP-Seuchenfall eine Ausbreitung des Erregers durch Wildschweinwanderungen verhindern zu können, und mit den hierfür erforderlichen großflächigen Zäunungsmaßnahmen vor Ort unverzüglich beginnen zu können, haben sich insgesamt 72 Landkreise und kreisfreie Gemeinden solidarisch dazu entschlossen, ASP-Schutzzäune zu beschaffen. Hierbei wurden sie vom LGL logistisch unterstützt.

Bayern hat bereits vielfältige Vorsorgemaßnahmen gegen die ASP ergriffen. Teil der umfangreichen Präventionsmaßnahmen sind insbesondere ein Anreizprogramm zur intensiven Bejagung von Wildschweinen mit einer Aufwandsentschädigung von bis zu 100 Euro pro erlegtem Wildschwein und die Beschaffung von Zaunmaterial. Insgesamt rund 900 Kilometer Zaunmaterial (Wildschutz-, Elektro- und Duftzäune) wurden bereits zentral für Bayern erworben. Auf einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik wurden zudem feste Wildschutzzäune errichtet. Das Umweltministerium hat diese Maßnahme mit rund 400.000 Euro gefördert. Zu den umfangreichen Präventionsmaßnahmen gehören auch besondere Hinweise zu Hygienemaßnahmen und Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen auftritt. Für den Menschen sowie andere Tierarten ist das ASP-Virus ungefährlich.

 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Schlagworte

Afrikanische Schweinepest (4) Deutsche Wildtier Stiftung (4) DJV (4) Rehwild (4) Rotwild (4) Sachsen (3)