Renault Koleos im „Jagd-Test“

Renault Koleos im „Jagd-Test“

Ob das Oberklassen-SUV Renault Koleos auch abseits befestigter Wege im herbstlichen Drückjagdalltag eine gute Figur macht, haben wir für Sie getestet.

Der Renault Koleos in der Version „Initiale Paris“ im Profil. (Foto: sg)
Der Renault Koleos in der Version „Initiale Paris“ im Profil. (Foto: sg)

Bei den Drückjagden, die während der Corona-Pandemie allein schon wegen der gerade in diesen Zeiten notwendigen Schalenwild-Bejagung notwendig sind, spielt das geländegängige Fahrzeug eine wichtige Rolle: Nach den gängigen Vorschriften in den privaten Revieren und u.a. auch bei den offiziellen Forst-Jagden werden zunehmend die Gruppen jeweils allein oder in Fahrgemeinschaften mit max. zwei Personen ins Gelände geschickt. Die Autos werden dann, natürlich gesichert in der Nähe der Stände abgestellt. Da stellt sich die Frage nach dem Alltagsauto mit Langstreckenkomfort in Verbindung mit dem Einsatz für Familienfreizeit und wenn es zur Jagd geht. Wer zudem französische Fahrkultur mit der entsprechenden Abstimmung von Motor und Fahrwerk mag, sitz in diesem Auto richtig.

Unter diesen Umständen hat sich aktuell der Renault Koleos bewährt, wenn zur Einladung der Jagd mit längeren Anreisen gefolgt wird. Im Testbetrieb ging es nach den Autobahnfahrten zum Beispiel auch auf unbefestigte Wege in Revieren in der Eifel oder im hessischen Knüllwald. Das Gelände wird dort in der Zuwegung besonders schwierig, wo massive Fällungen ohnehin auch das Jagen schwer beeinträchtigen. Dort, wo durch den Forstbetrieb und den entsprechenden Abtransport des Holzes die Fahrwege und damit auch die Einfahrten in die Reviere nicht nur strapaziert, sondern schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, hat sich der Koleos ohne Probleme im Wald mit seinem variablen Allradantrieb ALL MODE 4×4-l bewährt.  

Geländegängigkeit, Platz und bequeme Anreise über längere Autobahnstrecken vereint dieses Fahrzeug auch in der Jagd nutzergerecht. Das Auto ist in seiner aktuellen Version nicht brandneu, sondern wurde in der Optik 2019 modifiziert und mit neuen Dieselmotoren ausgestattet. Zum variablen Allrad-System gehört die 190-PS – Version (der kleinere 150-PS-Bruder hat nur Frontantrieb). Das ist schon ein Kraftpaket.

Durch die Zusammenarbeit in der Komponenten-Zulieferung gibt es bei Fahrzeugen dieser Art immer wieder Ähnlichkeiten und Austausch mit anderen Marken und Modellen, etwa bei der Motorisierung, dem Fahrwerk oder bei den Assistenzsystemen. Auch direkte Allianzen in der Autobranche sind gang und gäbe. Der eine übernimmt das, wo der Partner oder Konzernbruder Stärken zeigt. Im Gelände profitiert der Koleos offensichtlich von der Erfahrung, die Nissan ins Fahrwerk einbringt. Die Gruppe baut den Nissan X-Trail und den Renault-Koleos bei Samsung im koreanischen Busan. Dabei profitieren die einen von den Erfahrungen der jeweiligen anderen Partner.

Zurück in die Jagd: Die Anfahrhilfe (HSA) und Bergabfahrhilfe (HDC) erleichtern das Fahren im Gelände.  19 Zentimeter Bodenfreiheit beim Allrad-Diesel und den Böschungswinkeln von 18 bzw. 25 Grad vorne und hinten sowie der Rampenwinkel von 19 Grad erlauben Ausflüge auf unbefestigte Wege.

Für Alltags- und Jagdbetrieb bietet der Kofferraum mit knapp 500 Litern ausreichend Platz für das Gepäck einer Familie oder eben für das, was zwei Personen an einem Jagdwochenende brauchen. Die hohe Sitzposition sorgt im SUV für den weiten Blick ins Revier bei angenehmen Sitzkomfort. In der Ausstattung „Initiale Paris“ gibt es eine Massagefunktion für die Fahrerin oder den Fahrer. Hinten sitzen die Passagiere leicht erhöht mit ordentlicher Beinfreiheit und der Möglichkeit, die Rückbanklehne in der Neigung zu verstellen.

Ein imposanter Kühlergrill, dem man die Abenteuerlust ansieht und die verchromten Stoßfänger spiegeln die kraftvolle Dynamik des Koleos auch in seiner Frontpartie wider. (Foto: sg)
Ein imposanter Kühlergrill, dem man die Abenteuerlust ansieht und die verchromten Stoßfänger spiegeln die kraftvolle Dynamik des Koleos auch in seiner Frontpartie wider. (Foto: sg)

Ein paar Daten des Testfahrzeuges:

Der Koleos ist der große Bruder des Kadjar in der Renault-Modellpalette. Er ist gut 4,6 Meter lang und fast 1,85 breit.

Radstand: 2,70 Meter

5 Sitzplätze

R4 Diesel 1995 Kubikmeter, 190 PS (140 kW)

Testverbrauch 7,7 l

Variabler Allradantrieb

Leergewicht: 1845 kg, Anhängelast 2000 kg

Preis mit Ausstattungsniveau Initiale Paris: 47.050 EUR

Mit Sonderausstattung Testwagen (Winter-Plus-Paket, Panorama-Glasschiebedach, Adaptiver Tempopilot, Metallic-Lackierung): Gesamtpreis 50.190 EUR.



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