TV-Tipp: „Die Rückkehr der Elche“

Elchkuh

Ein ungewöhnlicher Anblick: Elche, die in aller Seelenruhe Straßen überqueren oder unbeirrt an Pilzsammlern vorbei durch den Wald traben. Wer ungläubig die Augen zukneift, um sich zu vergewissern, ob es wirklich kein Pferd oder Rothirsch war, staunt nicht schlecht: Tatsächlich muss man nicht mehr unbedingt nach Schweden reisen, um ihnen zu begegnen. Die Elche kehren zurück nach Deutschland. 

Vom Menschen lassen sich die Elche kaum aus der Ruhe bringen. Wenn es zu Begegnungen kommt, reagieren sie meist gelassen. Wer sie allerdings lieber erst einmal aus sicherer Entfernung bestaunen möchte, kann sich heute Abend um 18:30 Uhr im rbb Fernsehen die Dokumentation „Die Rückkehr der Elche – Spurensuche in der Mark“ ansehen. Der Film von Frauke Hinrichsen und Björn Tritschler dokumentiert, wie die Elche ihren Weg zurück zu uns nach Deutschland finden.

Schon seit Jahren werden immer wieder Exemplare in Ostdeutschland gesichtet (wir berichteten). Nachdem die Elche ab Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend aus Deutschland verschwanden, finden sie nun zu uns zurück. Die meisten der brandenburgischen Elche sind aus Polen nach Deutschland herübergewandert oder -geschwommen. Dort ist die Elchpopulation in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Die Oder ist für die langbeinigen Tiere das geringste Hindernis, wenn sie sich ihren Weg nach Westen bahnen. Verhängnisvoller sind da schon vielbefahrene Straßen. Manche Elche sind nur kurz zu Besuch und kehren wieder nach Polen zurück, wenn sie sich an jungen Baumtrieben und Wasserpflanzen satt gefressen haben. Andere jedoch bleiben dauerhaft. Kein Wunder: Der Rand des Spreewalds bietet mit Seen, Feuchtwiesen und Moorwäldern nahezu ideale Bedingungen für die weltweit größte Hirschart.

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