Rekordverdächtige Bären-Strecke

Am ersten Tag der Jagd wurden in Schweden 48 von 277 freigegebenen Braunbären erlegt.

Braunbär

Foto: Rain Carnation

In Schweden hat die Braunbären-Jagd mit einer rekordverdächtigen Strecke begonnen. Schon am frühen Nachmittag nach Eröffnung der Lizenzjagd meldeten die Jagdbehörden 48 erlegte Bären. Dabei fehlten noch die Zahlen aus den Provinzen Västernorrland und Jämtland mit einer Lizenzzuteilung von zusammen 145 Abschüssen. Insgesamt dürfen 277 Bären geschossen werden.

Allein in der Provinz Dalarna fielen am ersten Tag 20 von 48 freigegebenen Bären. Die dortige Region am Siljan-See gehört weltweit zu den Gebieten mit der höchsten Braunbärendichte. Trotzdem gibt es – im Vergleich zu Nordamerika – nur selten gefährliche Zwischenfälle.

Bei der Lizenzjagd erlegter schwedischer Braunbär Foto: feeders.se/Instagram

Bei der Lizenzjagd erlegter schwedischer Braunbär Foto: feeders.se/Instagram

Dass die schwedische Bärenjagd vergleichsweise wenige Proteste erntet, liegt wohl auch an den Auflagen: Anfüttern ist streng verboten. Hunde dürfen schon Wochen vor Jagdaufgang nicht mehr für die Bärenjagd trainiert werden. 

Dem Gedanken, dass die Bären eine faire Chance haben sollen, folgt zudem die Vorschrift, dass Hunde nicht mehr gewechselt werden dürfen, wenn sie einmal eine Bären-Spur aufgenommen haben.

Die Einhaltung der Regeln wird zudem streng kontrolliert. Heuer wurde einem Revier die Teilnahme an der Lizenzjagd gestrichen, weil Kontrolleure dort Kirrung-Tonnen zum Anfüttern der Tiere entdeckten. In der Vergangenheit genügte auch schon mal ein vergessener Schokoriegel, um einen Jäger wegen des verbotenen Anfütterns vor den Kadi zu bringen.

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