Zwei Hunde absichtlich erschossen: Täter darf kein Jäger mehr sein

Ein 61-Jähriger aus Niederbayern wurde nun vom Oberlandesgericht München in dritter Instanz verurteilt.

Justizia

Ein Mann, der Anfang 2015 bei Untergriesbach (Landkreis Passau) absichtlich zwei Jagdhunde erschossen hatte, verliert endgültig seine Jagderlaubnis. Wie das Magazin „Da Hog’n“ berichtet, wurde der 61-Jährige nun auch in dritter Instanz wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz schuldig gesprochen. Als Folge daraus wird seine Waffenbesitzkarte eingezogen und sein Jagdschein nicht verlängert.

Der Mann hatte dem Bericht zufolge am Dreikönigstag 2015 die beiden Hunde, die bei einer Drückjagd in seinem Nachbarrevier zum Einsatz kamen, mit voller Absicht getötet. Ganz offen gab er zu, „erst auf den einen, dann auf den anderen Hund geschossen“ zu haben. Nach der Tat versteckte er die toten Tiere unter Reisig und ließ die teilweise zerschossenen GPS-Halsbänder und Warnwesten verschwinden. Die Jagd im Nachbarrevier hatte der Jäger offenbar als „Raubzug“ an „seinem“ Wild empfunden. Wie es in dem Bericht weiter heißt, folgte der Berufungsrichter dieser Sicht nicht. Er erklärte vielmehr, der Mann habe in der Situation nicht etwa subjektiv sein Jagdrecht verteidigen wollen, sondern in seiner Verärgerung „ein Exempel statuieren“ wollen und daher „die beiden Hunde abgeknallt“.

Trotz der drastischen Tat ging der Mann durch drei Instanzen, um Jäger bleiben zu dürfen. „Nicht gerade angenehm, wenn man bedenkt, dass viele nicht nur wohlgesonnene Zuschauer bei den Verhandlungen anwesend waren“, kommentiert das Magazin „Da Hog’n“.

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