Zoll gelingt Schlag gegen illegalen Elfenbeinhandel

Elfenbein in der Asservatenkammer

Foto: Zoll 

Am Berliner Flughafen Schönefeld ist dem Zoll-Fahndungsamt Berlin-Brandenburg ein großer Coup gelungen. Am 20. Mai wurden 625 kg Elfenbein beschlagnahmt. Das in elf Kisten verpackte Material sollte nach Vietnam versandt werden. Absender war eine Berliner Firma, gegen die jetzt ermittelt wird. Dem Vernehmen nach sollen Vietnamesen an der versuchten illegalen Ausfuhr beteiligt gewesen sein. Es handelt sich dabei um den ersten größeren Aufgriff von Elfenbein in Deutschland.

Die Kisten enthielten kleine Stoßzähne des afrikanischen Elefanten, abgesägte Teile von solchen Zähnen, Schmuck sowie Schnitzereien, die dem Aussehen nach in Ostafrika hergestellt wurden. Offensichtlich ist das Elfenbein älteren Ursprungs und stammt nicht von kürzlich gewilderten Elefanten. Vermutlich befand es sich in privatem Besitz innerhalb der Europäischen Union und wurde an Händler verkauft. Der Besitz von Elfenbein, das nachweisbar vor Inkrafttreten der Washingtoner Artenschutzübereinkunft (CITES) im Jahre 1975 erworben wurde, ist legal. In der Vergangenheit durfte solches Elfenbein auch legal mit entsprechenden Genehmigungen gehandelt und exportiert werden. Neuerdings wird dies allerdings nicht mehr genehmigt. CITES ermöglicht weiterhin die legale Elefantenjagd in bestimmten Ländern und unter bestimmten restriktiven Bedingungen – wenn dies dem Erhalt der Elefanten dient, also beispielsweise durch Finanzierung des Schutzes. Solche Jagdtrophäen dürfen allerdings nicht verkauft oder abgegeben werden. 

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