Wurde kopfloser Wolf Opfer von Verkehrsunfall?

Wolf

Für Aufsehen und Diskussionen sorgte vor kurzem der Fund eines geköpften Wolfs in Südbrandenburg (wir berichteten). Unter anderem hatten die Tierrechtler von Peta bereits kurz nach Bekanntwerden des Falls reflexartig Vorwürfe in Richtung der Jägerschaft gerichtet, etwas mit der Tötung zu tun zu haben. Auch die Berichterstattung verschiedener Medien wie der HNA ging in diese Richtung, die Rede war von „Wilderei“, als der Schuldige wurde ein„Trophäensammler“ ausgemacht. 

Wenig später wurde jedoch bekannt, dass es keine unmittelbaren Spuren gebe, die auf eine Schussverletzung hinwiesen. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) gab es bereits vor der Obduktion des Wolfes Hinweise, wonach das Tier bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sein könnte, berichtet die Märkische Online-Zeitung.

Die Untersuchungen, die das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin vornimmt, gestalteten sich aufgrund des starken Verwesungszustandes des Wolfes äußerst schwierig, teilte nun das LfU auf Nachfrage von Outfox-World mit. Die Obduktion sei größtenteils abgeschlossen. Da sich die Röntgen-Aufnahmen des Tieres aber als nicht hochauflösend genug erwiesen hätten, werde in den kommenden Tagen zusätzlich eine Computertomografie durchgeführt. 

Dann könne unter Umständen auch die Frage beantwortet werden, ob es sich beim abgetrennten Kopf um einen Fall von Wildfraß handelt. So kommt es häufiger vor, dass Raubtiere wie der Fuchs bei verendeten Tieren den Kopf abbeißen, den restlichen Körper des Tieres jedoch unangetastet lassen.

Ein abschließendes Ergebnis der Untersuchungen werde es nicht vor Ende September geben, hieß es seitens des LfU weiter. Bis endgültig klar ist, wie der Wolf ums Leben kam, wird es also noch dauern. In Südbrandenburg wurden bereits mehrmals Kadaver von kopflosen Wölfen entdeckt. Schnell wurden auch damals Jäger verdächtigt, eine DNA-Analyse unter der Jägerschaft konnte die Vorwürfe aber entkräften.

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