Wolfsrüde auf Truppenübungsplatz Ohrdruf bestätigt

Thüringen: Bekommt die „Ohrdrufer Wölfin“ dauerhaft Gesellschaft?

Ein aktuelles Fotofallenbild aus dem Ohrdrufer Territorium (Aufn. TLUBN, 03.07.2019)

Ein aktuelles Fotofallenbild aus dem Ohrdrufer Territorium (Aufn. TLUBN, 03.07.2019).

Die sogenannte „Ohrdrufer Wölfin“, die seit einigen Jahren ihr Revier im Bereich des gleichnamigen Truppenübungsplatzes der Bundeswehr in Thüringen hat, bekommt vielleicht dauerhaft Gesellschaft von einem Wolfsrüden. Zurzeit gilt sie noch als einziger „residenter Einzelwolf“ in Thüringen.

Die Wölfin, die immer wieder Schlagzeilen durch Rinder- und Fohlenrisse macht (wir berichteten), erlangte ihre Bekanntheit vor allem durch ihre Paarung mit einem Labrador im Jahr 2017, aus der mehrere Wolfshybriden hervorgingen, deren Bejagung ebenfalls für viel mediales Echo sorgte (wir berichteten).

Die genetische Auswertung von Kotproben hat jetzt ergeben, dass ein weiterer Wolf in dieser Gegend umherstreift. Es ist ein Rüde, der der zentraleuropäischen Wolfspopulation zugerechnet wird, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ mit Bezug auf das zuständige Umweltministerium. Welchem Rudel der Wolfsrüde entstammt oder woher er gekommen ist, lässt sich bisher noch nicht nachvollziehen.

Genauso wenig, ob sich das Tier dauerhaft auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf niedergelassen hat. Die Kotfunde legen diese Vermutung zwar nahe, doch sei es jetzt noch zu früh, eine endgültige Aussage darüber zu treffen. Manche Tiere zögen auch nach einigen Wochen Aufenthalt wieder weiter, heißt es aus dem Ministerium. Ein Wolf gilt erst dann als „residentes“ Tier, wenn er sich mindestens sechs Monate nachweislich in einem bestimmten Gebiet aufhält.

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