Wolfsnachweis bei Ludwigsau

DNA-Probe an totem Kalb bestätigt einen Wolf der mitteleuropäischen Flachlandpopulation

Ein Wolf teilweise von Vegetation verdeckt (Symbolbild: iStock/ysbrandcosijn)

Ein Wolf teilweise von Vegetation verdeckt (Symbolbild: iStock/ysbrandcosijn)

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei Ludwigsau (Hessen) wurde ein Wolf an einem tot aufgefundenen Kalb nachgewiesen: Ein ehrenamtlicher Wolfsberater hatte am 16. April 2021 vor Ort die Beprobung vorgenommen. Der Tierkörper wies Fraßspuren auf und war stark verschmutzt, was die genetische Analyse der Probe schwierig gestaltete. Dennoch gelang die Artbestimmung: Diese ergab, dass ein Wolf mit dem in Deutschland häufigen Haplotyp HW01, das heißt aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation, Speichelspuren an dem Kalb hinterlassen hatte. Alle genetischen Proben, die im Rahmen des Wolfsmonitorings des HLNUG untersucht werden, werden an das nationale Referenzzentrum für Wolfsgenetik, das Labor für Wildtiergenetik des Forschungsinstituts Senckenberg, geschickt und dort ausgewertet.

Das Gebiet, in dem das tote Kalb aufgefunden wurde, liegt im Territorium der seit März 2021 als sesshaft nachgewiesenen Wölfin GW1142f. Ob diese Wölfin allerdings ihren Speichel an diesem Kalb hinterlassen hat, muss wegen der ungenügenden Probenqualität des Abstriches offenbleiben.

 

Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, 04. Mai 2021, Wiesbaden

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