Wolfsausbruch im Bayerischen Wald: Die Suche geht weiter

Im Bayerischen Wald sind am Freitag sechs Wölfe aus einem Gehege ausgebrochen – vier von ihnen werden noch gesucht.

Wolf

Symbolbild: Kathy2408

Nachdem in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sechs Wölfe aus einem Gehege in der Nähe von Ludwigsthal (Landkreis Regen/Bayern) entkommen konnten (wir berichteten), herrscht Aufruhr in der Region um den Nationalpark Bayerischer Wald. Die Nationalparkverwaltung bestätigte, dass einer der Wölfe bereits kurz nach dem Ausbruch von einem Zug erfasst und getötet wurde. Ein weiterer musste am Sonntag erschossen werden.

Zunächst hatte die Nationalparkverwaltung vermutet, dass die Wölfe sich in der Nähe ihres Gatters aufhalten und sich wieder zurücktreiben lassen würden – doch die Einfangversuche gestalten sich schwieriger als gedacht. Da die Tiere sich inzwischen auf einer Fläche von 50 Quadratkilometern bewegen und größtenteils allein unterwegs sind, werde das Einfangen zunehmend unwahrscheinlicher, heißt es in einer Mitteilung des Nationalparks.

Die Suchtrupps des Nationalparks, bestehend aus Forstleuten und Jägern, durchstreifen seit Freitag die Region. Über dreißig Mitarbeiter sind in kleinen Teams im Gelände unterwegs. Tierpfleger sind mit Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras ausgestattet. Zusätzliche Narkosegewehre wurden aus Zoos in der Region geliehen. Auch Lebendfallen hat man in der Nähe des Geheges aufgestellt, teilte die Nationalparkverwaltung mit.

Am Samstag gab es in der Nähe von Frauenau dann mehrere „kritische“ Begegnungen zwischen Wölfen und Menschen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete etwa, dass ein Wolf in der Nähe der Ortschaft Buchenau auf einen Mann und seinen Sohn zulief, sie anknurrte und ihnen bis zu ihrem Auto folgte. Auf Schreien und Gestikulieren von Vater und Sohn habe der Wolf nicht reagiert. Die Verantwortlichen beschlossen daraufhin, auch den Abschuss der Tiere „als finale Option“ in Erwägung zu ziehen. Als es am Sonntag erneut Wolfssichtungen zwischen Zwieselerwaldhaus und Ludwigsthal gab, wurde das gesichtete Tier getötet, da Fang- und Betäubungsversuche erfolglos blieben.

„Gehegewölfe sind in ihrem Verhalten nicht mit wilden freilebenden Wölfen zu vergleichen, sie zeigen gegenüber den Menschen wenig Scheu und ein anderes Verhalten“, sagte der Leiter der Nationalparkverwaltung Franz Leibl in einer Pressemitteilung. Daher wolle man zum Schutz der Menschen kein Risiko eingehen. Was mit den vier übrigen Wölfen geschehen soll, ließ die Nationalparkverwaltung auch am Montagvormittag noch offen. Weitere Informationen werden am Nachmittag erwartet.

Doch wie konnten die Wölfe überhaupt entkommen? Das Tor des Wolfsgeheges war mehrfach gesichert und stand am Freitagmorgen offen. Von selbst hat sich das Tor wohl nicht entriegelt. Die Nationalparkverwaltung hält es jedenfalls für „möglich“, dass das Tor durch „mutwilliges Einwirken bisher unbekannter Dritter“ geöffnet wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen hierzu bereits aufgenommen.

Unterdessen sind viele Menschen in der Nähe des Nationalparks verunsichert. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, riefen am Wochenende immer wieder Leute bei der Polizei in Zwiesel an, die Wolfssichtungen und -begegnungen meldeten. Einem Paar gelang es, zwei der Wölfe aus dem Auto heraus mit dem Handy zu filmen:

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