Wolf im Schnee

Foto: Dieter Hopf

Wolfsabschüsse in der Schweiz: WWF reicht Beschwerde ein

Der WWF geht rechtlich gegen den behördlich genehmigten Abschuss zweier Jungwölfe in der Schweiz vor. Die Organisation reicht einer Pressemitteilung zufolge bei den Verwaltungsgerichten der Kantone St. Gallen und Graubünden eine Beschwerde ein. Damit solle bewirkt werden, „dass künftig dank präventiver Maßnahmen Abschüsse vermieden werden“.

Im Bereich des Calanda-Bergmassivs würden viele Wölfe in der Nähe von Futterquellen gesichtet, kritisierte der „WWF-Großraubtier-Experte“ Gabor von Bethlenfalvy. „Faktisch wurden die Wölfe regelrecht angefüttert. Dies gilt es in Zukunft unbedingt zu verhindern.“

Laut der Mitteilung kritisiert der WWF den bewilligten Abschuss der Jungwölfe als unverhältnismäßig. So werde bereits „normales Wolfsverhalten“ als potenzielle Gefahr dargestellt. Dass die zurückbleibenden Wölfe aus den Abschüssen etwas lernen, sei „fachlich höchst fragwürdig“. Alternativ sollte man die Tiere mit einem Sender ausstatten: „Dieses für Wölfe unangenehme Erlebnis wäre die bessere Vergrämungsmaßnahme und diente auch einem verbesserten Monitoring“, schreibt der WWF.

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