Foto: Dieter Hopf

Wolf: NABU fordert Gummigeschosse

Der Naturschutzbund (NABU) hat sich jetzt nach einem erneuten Wolfsriss ausdrücklich für eine Vergrämung von auffälligen Tieren mit Gummigeschossen ausgesprochen. Das geht aus einem Bericht von maz-online.de hervor.

In Cammer (Brandenburg) war, so wird spekuliert, ein Wolf in einen geschützten Stall eingedrungen und hatte ein Kälbchen gerissen. Der Sprecher des Landesamtes für Umwelt (LfU) bestätigte, dass viel für einen Wolf als Verursacher spreche. Der Wolfsbeauftragte des LfU, Kay-Uwe Hartleb, hatte nach einer Untersuchung des Kadavers ebenfalls den Wolfsvorfall bestätigt und dem geschädigten Landwirt eine Entschädigung zugesagt.

Die Geschäftsführerin des NABU-Landesverbandes Brandenburg, Christiane Schröder, spricht nach dem aktuellen Fall von einer neuen Qualität, die nicht geduldet werden könne. Ihr Vorschlag: Man könne solche Wölfe mit Gummigeschossen beschießen und somit versuchen die auffälligen Tiere zu verscheuchen. Einer Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz widerspricht sie allerdings deutlich.

Das Land Niedersachsen hatte sich beim auffälligen Wolf „MT6“, der von der Netzgemeinde liebevoll „Kurti“ genannt wurde, auch für eine Vergrämung entschieden. Dazu wurden Experten aus Schweden hinzugezogen (wir berichteten). Nach weiteren Auffälligkeiten und dem offensichtlichen Scheitern der Vergrämungsmaßnahmen, musste Wolf „Kurti“ schließlich erschossen werden (wir berichteten).

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!