Wolf in Wohnhaus-Nähe: Landrat will Abschuss prüfen

Im sächsischen Landkreis Bautzen sorgt ein Vorfall vom Ostermontag für Beunruhigung und politische Forderungen.

Wolf

Symbolbild

Nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff auf Schafe im Kreis Bautzen (Sachsen) will Landrat Michael Harig erneut einen Abschuss prüfen lassen. Der CDU-Politiker hatte bereits im vergangenen Herbst erfolglos beantragt, das sogenannte „Rosenthaler Rudel“ aus der Natur zu entnehmen (wir berichteten). Bei dem neuerlichen Vorfall müsse berücksichtigt werden, dass dieser sich „innerhalb einer kompakten Bebauung“ und nur 50 Meter von den ersten Häusern des Ortes Großdöbschütz (Obergurig) ereignet habe, sagte der CDU-Politiker laut Lausitzer Rundschau.

Dem Bericht zufolge sollen am Ostermontag ein Muttertier und ein Lamm eines Schafhalters der Wolfsattacke zum Opfer gefallen sein. Gegenüber der Sächsischen Zeitung äußerte sich Obergurigs Bürgermeister Thomas Polpitz (CDU) schockiert über den Vorfall. Die gerissenen Schafe standen seinen Angaben zufolge auf einem kleinen Wiesenstück und in der Nähe zweier Brücken, die von vielen Radfahrern und Spaziergängern genutzt werden. Wenngleich die Tiere nur unzureichend geschützt waren: Erschreckend findet Polpitz vor allem, dass der Wolf so nah an Wohnhäuser herangekommen ist.

Erst Anfang des Jahres hatte im benachbarten Landkreis Görlitz ein verhaltensauffälliger Wolf für Aufsehen gesorgt. Das „Pumpak“ genannte Tier war mehrfach an Wohnhäusern aufgetaucht, aber überraschenderweise spurlos verschwunden, als eine vierwöchige Genehmigung für seinen Abschuss in Kraft trat (wir berichteten).

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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