Windkraft-Betreiber kritisieren „Doppelzüngigkeit“ des Nabu

Windräder

Symbolbild

Nachdem der Nabu den Bau von elf Windrädern im sauerländischen Marsberg juristisch gestoppt hat, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten. Das „Aktionsbündnis Artenschutz durch Erneuerbare“, in dem sich rund 70 Windkraft-Betreibergesellschaften zusammengeschlossen haben, warf der Naturschutzorganisation „Doppelzüngigkeit“ vor.

Ende Juli hatte das Verwaltungsgericht Arnsberg auf Antrag des Nabu den Weiterbau der Windkraftanlagen „Himmelreich“ untersagt. In einer Pressemitteilung feierten die Naturschützer ihren Erfolg. Wie die WAZ berichtet, wies das „Aktionsbündnis Artenschutz durch Erneuerbare“ jetzt darauf hin, dass der Nabu nicht aus Gründen des Artenschutzes, sondern aus „formaljuristischen Gründen“ erfolgreich gewesen sei. „Damit zeigt der NABU einmal mehr, dass er mit aller Macht einfach nur versucht, unliebsame Erneuerbaren-Projekte zu verhindern“, erklärte Sprecher Daniel Saage dem Bericht zufolge.

Am Beispiel des Windparks in Marsberg zeige sich „auf unglaubliche Weise die Doppelzüngigkeit“ des Nabu. Laut WAZ sagte Saage: „Jahrelang haben angebliche Naturschützer vor Ort die landwirtschaftlichen Flächen Marsberg-Meerhof als irreparable Agrarsteppe bezeichnet. Jetzt, wo dort Windräder entstehen, sollen dieselben Flächen plötzlich schützenswerte Biotope sein?“

Interessant ist übrigens, wie der vollständige Name von Saages Initiative lautet: „Aktionsbündnis Artenschutz durch Erneuerbare – Diffamierung durch NABU stoppen!“

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