Symbolbild: ehnatnor / Flickr.com

Wildunfälle: Plastik-Tiere für mehr Sicherheit

Auf dem Autobahnzubringer von Uder zur Autobahn 38 im thüringischen Landkreis Eichsfeld kamen allein im vergangenen Jahr 454 Wildtiere bei Verkehrsunfällen zu Tode. Ein in Deutschland einzigartiges Projekt könnte dort in Zukunft viele Leben retten. Am Straßenrand sollen dafür Plastikmodelle von Rehen und Wildschweinen in Lebensgröße aufgestellt werden. Dies berichtet die Bild-Zeitung.

Die Unfallkommission sah bei ihrem Jahresstreffen zwingenden Handlungsbedarf, denn wie der Leiter der Verkehrsbehörde Werner Eisbrenner erklärte, würden jedes Jahr mehr Tiere durch Verkehrsunfälle sterben, als zur Jagd freigegeben sind. Die Kommission entschied sich daher für das Aufstellen von Plastik-Wildtieren, um die Autofahrer für die Gefahr zu sensibilisieren. Um einem befürchteten Gewöhnungseffekt entgegenzuwirken, sollen die Tiere zwischenzeitlich den Platz wechseln.

In Deutschland wäre es das erste Mal, dass lebensgroße Plastik-Wildtiere an Straßen aufgestellt werden, um Autofahrer auf die Gefahr von Wildwechsel aufmerksam zu machen. In Österreich und den USA kommen ähnliche Modelle bereits zum Einsatz. Allerdings sind bisher noch nicht alle Kosten- und rechtlichen Fragen geklärt. Wie Werner Eisbrenner gegenüber der Bild erklärt, könnten Spediteure an dem Projekt interessiert sein und die Finanzierung übernehmen. Geplant ist bisher ein Start im Sommer. Das Projekt soll zunächst an zwei Strecken getestet werden – an der Landstraße zwischen Uder und Heiligenstadt und an der Bundesstraße 247 nahe Geisleben.

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