Wildschweinrotte tobt durch sächsische Stadt

Polizisten, Feuerwehrleute und Jäger aus Meißen berichten von einem ungewöhnlichen Einsatz: Orientierungslose Tiere waren eine akute Gefahr für Leib und Leben.

Wildschwein

Symbolbild

Turbulenter Zwischenfall in der sächsischen Stadt Meißen: Gleich acht Wildschweine sind in der Nacht zu Sonntag durch das Zentrum getobt. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, rief die orientierungslose Rotte etliche Polizisten und Feuerwehrleute sowie zwei Jäger auf den Plan. Vier der Tiere überlebten ihren Ausflug am Ende nicht.

Dem Bericht zufolge stand nach dem ersten Alarm am Samstag um kurz vor 22 Uhr schnell fest, dass die Wildschweine eine akute Gefahr für Leib und Leben der Menschen in der Meißener Innenstadt darstellten. Polizisten benachrichtigten einen Jagdaufseher, der sich gemeinsam mit einem befreundeten Jäger sofort zum Ort des Geschehens begab. Sowohl Feuerwehrleute als auch Jäger sprachen gegenüber der Zeitung von einem Einsatz, den sie so noch nie erlebt hätten: Nachdem die Tiere mithilfe von Wärmebildkameras auf einem Grundstück lokalisiert werden konnten, wurden etwaige Fluchtwege von Polizei und Feuerwehr abgesichert, bevor die beiden Jäger vier der Wildschweine fachgerecht erlegten.

Der Jagdpächter bezeichnete das Vordringen von Schwarzwild bis in die Meißener Innenstadt als ungewöhnlich. Dass die Tiere vermehrt in Vorgärten eindringen, sei bekannt. „Aber diese befinden sich normalerweise nicht mitten in der Stadt“, sagte der Jäger.

Schwarzwild-Ausflüge an ungewöhnliche Orte sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Erst vor wenigen Wochen hatte im oberbayerischen Landkreis Dachau ein Wildschwein in einer Zahnarztpraxis randaliert (wir berichteten). Im August tauchte auf einem Shopping-Boulevard mitten in der Wiesbadener Innenstadt ein Wildschwein auf (wir berichteten) und im vergangenen Jahr nahm ein Tier ein kurzes Bad im Schwimmbecken einer Therme im hessischen Bad Karlshafen (wir berichteten).

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