Wildschweinplage: Bürger fordern Bejagung

Wildschweine

Foto: Ryszard Adamus

Der rheinland-pfälzische Rhein-Lahn-Kreis und die angrenzende Stadt Koblenz leiden seit geraumer Zeit unter einer immer weiter zunehmenden Wildschwein-Population. Die Tiere verwüsten die Gärten der Region und richten teils große Schäden an; auch Menschen wurden schon Opfer von Wildschwein-Attacken. Nach einer Unterschriftenaktion der Lahnsteiner Bürger soll jetzt gehandelt werden.

Wie der SWR berichtet, war bereits im vergangenen Jahr eine Bejagung der Tiere auch außerhalb des Stadtwaldes angedacht. Doch erst jetzt wurde es möglich gemacht. Damit dürfen Jagdpächter mit einer Ausnahmeregelung an einzelnen festgelegten Punkten auch außerhalb des Lahnsteiner Forstes Wildschweine schießen. An den fünf exakt festgelegten Punkten sollen die Tiere mit Mais angelockt (gekirrt) werden. Von Hochsitzen und Senken aus sollen die Jäger dann gezielt Jagd auf Frischlinge machen – zum einen um die Populationsentwicklung zu stoppen, zum anderen um die Sauen und Keiler zu vergrämen. Eine Gefahr für die Bürger besteht dem Bericht zufolge nicht. Durch die ausgewählten Punkte ist ausreichend Kugelfang gewährleistet.

Der Landrat im Rhein-Lahn-Kreis, Frank Puchtler (SPD), begründet die nun genehmigte Bejagung damit, dass die Tiere zu einer Gefahr für die Bürger geworden seien. Um eine möglichst effektive Jagd gewährleisten zu können, soll daher nicht nur eine konzentrierte Abschuss-Aktion durchgeführt werden. Auch in angrenzenden Gebieten soll mit Hilfe der Jagdpächter gejagt werden. Für den Herbst wurden zudem große Treibjagden über Reviergrenzen hinaus angekündigt.

Die Initiatoren der Lahnsteiner Bürgerinitiative zeigen sich dem Bericht zufolge erfreut, dass eine Bejagung nun möglich gemacht wurde und hoffen, dass ihr Wildschwein-Problem damit bald der Vergangenheit angehört.

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