Wildschweine legen Flugplatz lahm

Umweltaktivisten zerstörten offenbar einen Elektrozaun und ermöglichten den Tieren so den Zutritt auf das Areal im Kreis Düren (NRW).

Hinweisschild auf Flugplatz

Symbolbild: HeikoAL

Weil Wildschweine die Start- und Landebahn verwüstet haben, muss ein Flugplatz im Kreis Düren (NRW) weiterhin gesperrt bleiben. Einem WDR-Bericht zufolge sollen Umweltaktivisten einen Elektrozaun zerstört haben – was den Tieren ihr Treiben erst ermöglichte.

Auf dem Ultraleicht-Flugplatz in Merzenich-Morschenich seien derzeit keine Starts oder Landungen möglich, heißt es in dem Bericht. Die gewaltigen Löcher, die das Schwarzwild verursacht haben, könnten lebensgefährliche Folgen haben. 

In der Dürener Zeitung berichtete der Vorsitzende des Ultraleichtflieger-Clubs von massiven Jagd-Störungen durch Umweltaktivisten, die im angrenzenden Waldgebiet gegen einen Ausbau des Braunkohletagebaus Hambach protestieren und dort seit Jahren in einem Waldcamp leben. Rudi Pick, selbst auch passionierter Jäger, erklärte, immer wenn er die Sauen auf dem Flugplatz bejagen und vergrämen wollte, sei er ins Visier der Braunkohlegegner geraten. Diese hätten Hochsitze demoliert, Reifen an Autos zerstochen sowie handfeste Bedrohungen ausgesprochen. Nachdem er mehrfach Anzeige erstattet habe, sei ihm zwar für die Jagd Polizeischutz angeboten worden, an der Situation habe sich jedoch grundsätzlich nichts geändert. Dem Bericht zufolge verzichtet Pick erst einmal auf die Jagd und den Bau neuer Hochsitze. Ein ausgeliehener, stromführender Weidezaun soll jetzt die Wildschweine vom Flugplatz-Gelände fernhalten.

Am Wochenende wollen die Vereinsmitglieder die aktuellen Wildschweinschäden auf der Start- und Landebahn beheben. Wann die nächsten Sauen mit Aktivisten-Hilfe kommen und ihr Unwesen treiben, ist wohl leider momentan nur eine Frage der Zeit.

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