Wildschwein besucht Wiesbadener Flaniermeile

Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde erlegten das verwirrte Tier aus Sicherheitsgründen – eine Betäubung kam nicht infrage.

Ein Wildschwein ist jetzt auf einem Shopping-Boulevard mitten in der Wiesbadener Innenstadt aufgetaucht. Videoaufnahmen zeigen, wie das Tier an mehreren Nobel-Geschäften entlangrennt. Aus Sicherheitsgründen erlegten Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde das Schwein nach seinem „Ausflug“.

Wie die Hessenschau berichtet, wurde das Borstenvieh am Freitag gegen 8.30 Uhr auf der Wilhelmstraße gesichtet. „Das Tier sprang verwirrt herum“, sagte ein Augenzeuge, der auch ein Handyvideo von dem ungewöhnlichen Vorfall machte. Nachdem das Wildschwein sich in einem Innenhof zwischen Büschen versteckt hatte, wurde es um 10.24 Uhr getötet. „Dass ein solches Tier auf einer der Hauptverkehrs- und Einkaufsstraßen eine Gefahr darstellt, muss wohl nicht näher erklärt werden“, sagte der Leiter der Stadtpolizei, Hans-Peter Erkel, gegenüber der Hessenschau.

Eine Narkotisierung des Wildschweins war Erkel zufolge nicht möglich. Da es bis zu drei Wochen dauern könne, bis die Narkosemittel abgebaut seien, komme ein direktes Aussetzen in der freien Wildbahn nicht infrage. Zudem ließe sich auch das Fleisch nicht vermarkten, wenn es Narkosestoffe beinhalten würde.

Schwarzwild-Ausflüge an ungewöhnliche Orte sind keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr beispielsweise nahm ein Wildschwein ein kurzes Bad im Schwimmbecken einer Therme im hessischen Bad Karlshafen (wir berichteten). Der Besuch eines Wildschweins in einem Lotto-Geschäft ging für das Tier leider unglücklich aus (wir berichteten).

Ein Video zu dem Wiesbadener Vorfall sehen Sie hier:

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!