Wildschäden in der Eifel

Wald und Holz NRW richtet regionale Beratungsstelle für Landwirtschaft, Grundeigentum, Jagd und Kommunen ein

Eine von Wildschweinen umgebrochene Grünfläche vor einer Ansitzleiter (Symbolbild: iStock/Edgar G. Biehle)

Eine von Wildschweinen umgebrochene Grünfläche vor einer Ansitzleiter (Symbolbild: iStock/Edgar G. Biehle)

Wenn Wildschweine und andere Wildtiere auf Nahrungssuche gehen, können sie dabei auf landwirtschaftlichen Flächen oder privaten Grundstücken erhebliche Schäden anrichten. Kommt es zu Schäden durch bestimmte Wildtierarten, sind Jagdgenossenschaften oder Jagdausübungsberechtigte schadenersatzpflichtig – in befriedeten Bezirken wie beispielsweise in Hausgärten müssen die Betroffenen in der Regel die Schäden selber tragen. Aufgrund dieses auch in der Eifel zuletzt besonders gestiegenen Konfliktpotenzials hat Wald und Holz NRW auf Initiative des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums jetzt eine regionale Beratungsstelle eingerichtet. Sie ist organisatorisch beim Nationalparkforstamt Eifel angesiedelt.

Diplom-Forstingenieur Elmar Falkenberg hat die Wildbestände und deren Auswirkungen in der Nationalparkregion Eifel im Blick. (Foto: Wald und Holz NRW/Martin Weisgerber)

Diplom-Forstingenieur Elmar Falkenberg hat die Wildbestände und deren Auswirkungen in der Nationalparkregion Eifel im Blick. (Foto: Wald und Holz NRW/Martin Weisgerber)

Ansprechperson in der neuen „Beratungsstelle für ASP-Prävention und Wildschadensminimierung in der Nationalparkregion Eifel“ ist Diplom- Forstingenieur Elmar Falkenberg. Zentrale Aufgabe ist die Beratung von Wildschadensbetroffenen wie auch Jägerinnen und Jägern. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW: „Wir freuen uns, dass wir mit Elmar Falkenberg einen in Fragen der Landnutzung und Jagd erfahrenen Mitarbeiter für die Projektstelle gewinnen konnten.“ Der 57-Jährige soll für seine Beratung auf eigene Schadenserfassungen und bei Behörden vorhandene Wildschadensanzeigen, Abschussmeldungen und Trichinenprobenergebnisse zugreifen können.

Vorrangiges Ziel der Beratungsstelle ist es, Ursachen und Schwerpunkte von Wildschäden festzustellen und diese durch verbesserte Zusammenarbeit und konkrete jagdpraktische Beratung zu minimieren. Einen besonderen Stellenwert haben dabei der offene Dialog und Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten. Begleitet werden soll die Arbeit durch einen Beirat, der mindestens zweimal jährlich zusammenkommen soll und für das Thema wichtige Interessensgruppen aus den drei „Nationalpark-Kreisen“ - der Städte Region Aachen, sowie den Kreisen Düren und Euskirchen - an einen Tisch holt.

Betroffene erreichen Herrn Falkenberg unter der Telefonnummer 02444/9510-36 oder per Email an elmar.falkenberg@wald-undholz.nrw.de

Hintergrund

Europaweit führen milde Winter und ein unerschöpfliches Nahrungsangebot seit Jahren zu immer weiter steigenden Wildschwein- Beständen: Energiereiche Pflanzen auf landwirtschaftlichen Flächen und Mastjahre von Buche und Eiche decken den Tisch für die anpassungsfähigen Tiere reichlich. Je mehr Wildscheine es gibt, desto größer ist die Gefahr einer Verbreitung der für Haus- und Wildschweine tödlichen Afrikanischen Schweinepest (ASP), die sich in vielen Regionen Europas ausbreitet. Im September 2020 wurde sie unweit der polnischen Grenze erstmals in Deutschland nachgewiesen, Ausbrüche gab es zuvor auch im benachbarten Belgien.

 

Quelle: Wald und Holz NRW, 05. August 2021

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