Wildernde Hunde rissen Rehkitze

Polizei ermittelt Hundehalter und eröffnet Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen das Bayerische Jagdgesetz

Unangeleinte Hunde sind vor allem in der Brut- und Setzzeit eine große Gefahr für die heimische Tierwelt (Beispielbild: Marco Burggraf)

Unangeleinte Hunde sind vor allem in der Brut- und Setzzeit eine große Gefahr für die heimische Tierwelt (Beispielbild: Marco Burggraf)

Zwei bislang unbekannte Hunde töteten im Juli drei Rehe im Zirndorfer Wiesengrund (Landkreis Fürth). Nun gelang es Beamten des Polizeipräsidiums Mittelfranken die Hunde sowie den verantwortlichen Hundeführer zu ermitteln.

Im Zeitraum von Samstag (11.07.2020) bis Dienstag (14.07.2020) rissen zwei wildernde Hunde zwei Rehkitze und eine Rehgeiß am Zirndorfer Wiesengrund. Alle drei Tiere verendeten noch vor Ort. Da die Hunde mehrmals in diesem Bereich gesichtet wurden, ging die Polizei von Anfang an davon aus, dass diese aus der näheren Region stammen.

Aufgrund der Presseveröffentlichungen der Polizei (wir berichteten hier) ging eine Vielzahl von Hinweisen bei der Polizeiinspektion Zirndorf ein.

In diesem Zusammenhang gelang es nun den verantwortlichen Hundeführer zu ermitteln. Der 53-jährige Mann aus dem Landkreis Fürth gab an, dass er zu den genannten Zeiten die Hunde im Zirndorfer Wiesengrund Gassi führte. Hierbei entfernte er auch die Leinen der Hunde, sodass sie frei umherlaufen konnten. Hierbei habe er die Hunde auch mehrmals für einige Zeit aus den Augen verloren. Dass die Hunde dabei mehrere Rehe gerissen haben, sei ihm nicht bewusst gewesen.

Gegen den 53-Jährigen wurden nun Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen das Bayerische Jagdgesetz eingeleitet.

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