Waffenkontrolleure: „Die Leute sind generell sehr vernünftig“

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Foto: Dr. FM

Besitzer legaler Waffen werden in der medialen Berichterstattung gern verteufelt. Überschriften nach dem Muster „Die Sachsen rüsten weiter auf“ sind an der Tagesordnung. Ein objektiver Bericht wie jetzt in der Allgemeinen Zeitung aus Mainz fällt da direkt als Besonderheit auf.

Mitarbeiter des Mainzer Rechts- und Ordnungsamts, die regelmäßig unangemeldete Kontrollen bei den rund 1.200 Waffenbesitzern in der Stadt vornehmen, haben der Zeitung aus ihrem Alltag berichtet. Ihr Fazit: Der größte Teil der Waffen in Mainz wird von den Besitzern – meist Sportschützen und Jäger – ordnungsgemäß gelagert und genutzt. „Als Nachbar muss ich mir hier wirklich keine Sorgen machen“, betonte Burkhard Hofmann, Abteilungsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Im vergangenen Jahr habe nur ein einziges Strafverfahren gegen einen Waffenbesitzer eingeleitet werden müssen.

Zwar seien dem Rechts- und Ordnungsamt aktuell 8.514 scharfe Schusswaffen bekannt. Die Zahlen von Waffen und deren Besitzern gingen jedoch generell zurück. Menschen, die ihre Waffen nicht mehr benötigten oder diese geerbt hätten, ließen sich oft überzeugen, die Waffen vernichten zu lassen. Auch der Run auf den kleinen Waffenschein habe sich inzwischen wieder beruhigt. Hofmann betonte, niemand komme in Deutschland schnell an eine Waffe.

Sachgebietsleiter Tobias Jung sagte gegenüber der Zeitung: „Die Leute sind generell sehr vernünftig.“ Als Beispiel nannte er einen Jäger, dessen Hand deutlich gezittert habe. „Wir haben ihn dann überzeugt, die Waffe abzugeben.“

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