Vogelgrippe auf Menschen übertragen

Erstmalige Infektion von Menschen mit Virus der Geflügelgrippe vom Typ H5N8 in der Russischen Föderation

In Deutschland wurden bisher 625 Fälle bei Wildvögeln und 65 Fälle beim Hausgeflügel amtlich bestätigt. (Beispielbild: Pinuu)

In Deutschland wurden bisher 625 Fälle bei Wildvögeln und 65 Fälle beim Hausgeflügel amtlich bestätigt. (Beispielbild: Pinuu)

Aus der russischen Föderation wurde über eine weltweit erstmalige Infektion von Menschen mit dem aviären Influenzavirus des Subtyps H5N8 berichtet. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, weist darauf hin, dass die Meldung toter und erkrankter Vögel (Wildvögel und Hausgeflügel) an das jeweils zuständige Veterinäramt erfolgen soll. Das Auffinden eines toten Vogels in Feld und Wald sei an sich nichts Besonderes. Wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, sei eine Information an das Veterinäramt sinnvoll. Die verendeten Tiere sollten zudem nicht angefasst werden. Falls erforderlich, dann nie ohne Handschuhe oder eine über die Hand gestülpte Plastiktüte.

In Deutschland wurden bisher 625 Fälle bei Wildvögeln und 65 Fälle beim Hausgeflügel amtlich bestätigt (Stand 21.02.2021, 9.30 Uhr). Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die jetzigen in Deutschland vorhandenen H5N8-Viren auf den Menschen übertragen werden können. Dennoch verfolgt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diese Informationen sehr aufmerksam. Auch das dem Bundesministerium zugehörige Friedrich-Loeffler-Institut ist unmittelbar eingebunden und bereits mit den Experten in der Russischen Föderation in Kontakt.

 Bundesministerin Julia Klöckner: „Wir nehmen die aktuelle Seuchenlage zum Anlass, Geflügelhalter daran zu erinnern, dass sie ihre Tiere durch eigene Maßnahmen schützen können, indem sie die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einhalten. Tote Vögel bitte nicht mit bloßen Händen anfassen – falls doch geschehen, sollten die Hände sofort desinfiziert werden.“

Weitere Informationen zur Aviären Influenza finden Sie auf der Homepage des BMEL unter www.bmel.de oder auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Institutes unter www.fli.de.

 

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), 21. Februar 2021, Berlin

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