VgT-Vorwürfe: Jäger spricht von „infamen Lügen“

Der Streit zwischen dem Verein gegen Tierfabriken und dem österreichischen Jagdgatter-Besitzer Maximilian Mayr-Melnhof geht in eine neue Runde.

Wildschwein

Symbolbild

Der österreichische Verein gegen Tierfabriken (VgT) und sein Obmann Martin Balluch sorgen im Dauerstreit mit dem Jagdgatter-Besitzer Maximilian Mayr-Melnhof wieder einmal für Schlagzeilen. Wie heute.at berichtet, behauptet der VgT, am Rande einer Jagd auf dem Gebiet Mayr-Melnhofs sei es zu physischen Übergriffen auf Tierrechtler gekommen.

Dem Bericht zufolge wollen rund 15 Aktivisten die Gatterjagd „völlig legal von außerhalb des Zauns“ gefilmt haben. Mayr-Melnhof seien deswegen die „Sicherungen durchgebrannt“ und er habe die Tierrechtler „in Begleitung primitiver Schläger“ attackiert. Ein Mann sei zu Boden gestoßen worden, ein weiterer „fast bis zur Bewusstlosigkeit“ gewürgt worden. Mayr-Melnhof habe Film- und Fotomaterial „geraubt“.

Was der Jagdgatter-Besitzer gegenüber heute.at berichtete, klingt da schon ganz anders. Mayr-Melnhof sprach von „infamen Lügen“ und wies die Vorwürfe zurück: „Wir haben niemandem etwas geraubt, ich habe auch niemanden gewürgt.“ Allerdings seien zwei vermummte Aktivisten vom Betreten des Sperrgebiets abgehalten worden. Er sei überzeugt, dass die VgT-Aktivisten von ihren eigenen tätlichen Angriffen auf einen der beteiligten Jäger ablenken wollten. Ein 75-Jähriger sei von einem Aktivisten niedergerammt und an der Schulter verletzt worden. Außerdem warf er der Organisation vor, sie wolle „auf Kosten der Wahrheit“ ihre aktuelle Kampagne gegen Gatterjagden „befeuern“.

In einem Video, das Mayr-Melnhof beim Festhalten eines Aktivisten zeigt, ist jedenfalls von „Würgen“ nichts zu erkennen:

Erst im September waren Martin Balluch und sein Verein unter anderem zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden, weil sie Facebook-Hasspostings gegen Mayr-Melnhof nicht gelöscht hatten (wir berichteten).

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