Ungewöhnlicher Anblick im Naturschutzgebiet

Rötelpelikan

Der Pelikan im Rhäden / Foto: Hubert Schreier

Das Naturschutzgebiet Rhäden in Hessen ist ein wahres Vogel-Paradies: Das Biotop beheimatet weit mehr als 200 Vogelarten. Vom Seeadler über den Eisvogel bis hin zur Schleiereule können Ornithologen und Vogelfreunde hier viele teils seltene Arten beobachten. Nun wurde im Rhäden jedoch ein besonders exotisches Exemplar gesichtet: Ein Pelikan.

Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet, hatte Ricardo Gräf vom Nabu den großen Wasservogel zuerst entdeckt und den Tierfotografen Hubert Schreier informiert. Der wiederum bekam das Tier, bei dem es sich wohl um einen Rötelpelikan handelt, tatsächlich vor die Linse – eine kleine Sensation. Denn eigentlich lebt diese Art im tropischen und subtropischen Afrika bis hin zur Arabischen Halbinsel.

Anrufe ergaben: In Zoos sowie in der Frankfurter Vogelschutzwarte wird der Vogel nicht vermisst. Schreier hält es daher für möglich, dass der Pelikan sich Störchen oder anderen Zugvögeln in seiner afrikanischen Heimat angeschlossen hat, als diese sich auf den Weg nach Europa gemacht haben. Der Klimawandel sorgt dafür, dass immer mehr Arten in Europa einziehen, die eigentlich in südlicheren Gebieten beheimatet sind.

Schreier schätzt, dass sich der Fischfresser den Sommer über im Naturschutzgebiet wohlfühlen wird. Ungewiss ist jedoch, wie es danach mit dem Pelikan weitergeht, denn im Winter wird er dort kaum eine Überlebenschance haben. Wer das Tier beobachten will, sollte nicht allzu enttäuscht sein: Der scheue Vogel hält sich weitestgehend von den Wegen fern.

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