Umweltministerkonferenz zum Thema Wolf

Beschluss bezüglich der Analyse von Wolfs-Genetik gefasst

Ein einzelner Wolf (Foto: Dieter Hopf)

Ein einzelner Wolf (Foto: Dieter Hopf)

Auf Antrag Mecklenburg-Vorpommerns befasste sich die Umweltministerkonferenz (UMK) am vergangenen Freitag (13.11.2020) erneut mit dem Thema Wolf.

„Eine dauerhafte Akzeptanz für den Wolf in der Gesellschaft können wir nur erreichen, wenn wir Lösungen im Konflikt zwischen dem Natur- und Artenschutz und der extensiven Weidetierhaltung finden“, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. „Wir brauchen beides – einen stabilen Wolfsbestand und eine sichere Nutztierhaltung“, begründet Backhaus sein Engagement.

Angesichts der weiter stark zunehmenden Wolfspopulation und der damit einhergehenden Zunahme von Rissvorfällen mit deutlich mehr getöteten Nutztieren, weit überwiegend Schafen, sei es erforderlich, eine Perspektive im Umgang mit der Art Wolf aufzuzeigen. Für weitere politische Entscheidungen sei darüber hinaus die Frage des Erhaltungszustandes der Art Wolf von entscheidender Bedeutung.

Erst wenn der sogenannte günstige Erhaltungszustand der Art Wolf im Sinne des europäischen und deutschen Naturschutzrechtes festgestellt sei, kämen weitere Schritte bezüglich der Begrenzung des Populationszuwachses in Betracht. Dies setze voraus, dass die Werte für die Parameter des Erhaltungszustandes ermittelt und bestimmt werden. Zu diesem Zweck sei eine länderoffene Bund-/Länder-Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatssekretäre eingerichtet worden. Ergebnisse sollen bei der nächsten Umweltminister­konferenz im Frühjahr kommenden Jahres vorgelegt werden.

Ebenfalls auf Antrag Mecklenburg-Vorpommerns wurde ein Beschluss bezüglich der Analyse von Wolfs-Genetik gefasst. Die Analyse von genetischen Proben dient unter anderem dem Nachweis, dass ein Riss von Nutztieren der Art Wolf und gegebenenfalls einem bestimmten Exemplar der Art Wolf zuzuordnen ist.

Um angesichts der zunehmenden Wolfspopulation bei Bedarf zusätzliche Testkapazitäten bereitzustellen, sollen - neben dem Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern hinsichtlich des nationalen Referenzlabors – vom Bund und Mecklenburg-Vorpommern als nächstem UMK-Vorsitzland Gespräche geführt werden, um gegebenenfalls weitere Labore anderer Institute mit einzubinden. In Mecklenburg-Vorpommern käme hierfür das Institut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) in Dummerstorf in Frage.

 

Erstellt mit Material des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV

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