Umweltaktivisten lassen Masken fallen

Teilnehmer der Aktion „Ende Gelände“ zertrampelten am Wochenende in Nordrhein-Westfalen mehrere Äcker.

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Foto: Polizei NRW

Aktivisten von "Ende Gelände"

Foto: Screenshot YouTube

Die Bilder gingen durch die Medien: Hunderte „Umweltaktivisten“ durchbrechen Polizeiabsperrungen und bahnen sich ihren Weg über bestellte Äcker und Felder in Richtung Braunkohletagebau Garzweiler. 

In einschlägigen Internetforen feiern sich die Aktivisten mit Bildern und Videos ihrer Aktionen selbst und lassen dabei nicht nur sprichwörtlich ihre Masken fallen, wenn es darum geht ihre ideologischen Ziele zu erreichen. Das alles im Namen des Klimaschutzes, versteht sich. Ziviler Ungehorsam ist wieder en vogue – und das ohne Rücksicht auf Verluste sowie ohne Rücksicht auf das Eigentum und die Arbeit anderer.

Tweet von "Bauer Willi"

Foto: Screenshot Twitter

„Bauer Willi“, einer der betroffenen Landwirte, macht seinem Unmut in den sozialen Medien Luft und erntet dafür Hohn und Spott aus der Aktivisten-Szene:

„Wenn 500 Klima-Aktivisten bei Dir am Hof vorbeimarschieren, Overalls und Mundschutz dort entsorgen, dann quer über ein Feld mit Petersilie und dann mit Möhren laufen, fragst Du dich, ob du als Bauer nichts mehr wert bist… Dann die Kommentare: „ihr bekommt doch Subventionen, wird entschädigt, reg dich nicht auf“. Die Arroganz der urbanen Eliten. Kein Unrechtsbewusstsein. Der Zweck heiligt alles?“

Auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner kritisiert die Ignoranz sogenannter Umweltaktivisten gegenüber dem Eigentum von Bauernfamilien und findet dabei klare Worte:

„Wer achtlos über Gemüsefelder trampelt, Ernte und damit Eigentum zerstört, der geht respektlos mit Lebensmitteln um, und der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem bei seinem Kampf für das Klima. In Lebensmitteln stecken wertvolle Ressourcen, sie einfach zu zerstören und damit auch einen Teil der Grundlage von Bauern, das ist elitäres, ignorantes Verhalten. So kann sich nur jemand benehmen, der keine ordentliche Kinderstube hat und die ehrliche, harte Arbeit von Bauern nicht kennt – aber sonst sofort eine Meinung dazu hat.“

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Foto: Screenshot Twitter

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, vielleicht bis auf den Hinweis, dass die Polizei den betroffenen Landwirten zur Wahrung von Schadensersatzansprüchen rät, Strafanzeige zu erstatten.

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