Update: Wolf in Cuxhaven wurde erschossen

Wolf

Symbolbild

Update: Mittlerweile wurde bekannt, dass das am Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin untersuchte Tier tatsächlich erschossen wurde. Das teilte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit.

Nach dem Fund eines kopflosen Wolfes in Brandenburg vor einigen Wochen (wir berichteten), haben Jäger jetzt ein totes Tier in Köhlen gefunden, meldet der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN). Ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, soll im Berliner Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung geklärt werden.

Wurde der Wolf gezielt erschossen?

Die örtlichen Jäger, die den Wolf gefunden haben, sind sich in zwei Punkten sicher. Zum Einen, dass es sich um einen Wolf handelt und zum Anderen, dass er gezielt getötet wurde. Das zeige die Art und Weise des Einschussloches. Ähnlich formuliert es auch das NLWKN.

Eine erste Reaktion folgte von der Landesjägerschaft Niedersachsen. Präsident Helmut Dammann Tamke sagte: „Klar ist, bewahrheiten sich die ersten Informationen, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vor. Losgelöst von den noch vielen offenen Fragen, verurteilen wir eine solche Tat auf das Schärfste und erstatten daher Anzeige gegen unbekannt.“ Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung eines Täters führen, setzte die Landesjägerschaft eine Belohnung von 3000 Euro aus.

In Deutschland werden immer wieder tote Wölfe entdeckt. Viele werden von Autos angefahren oder sterben an  natürlichen Ursachen. In Niedersachsen wurden nur zwei von 16 verstorbenen Wölfen illegal geschossen.  Die Täter können so gut wie nie ermittelt werden. Dass vorschnell Jäger beschuldigt werden, zeigt auch der Fall des kopflosen Wolfs in Brandenburg. Nach ersten Ermittlungen gehen die Experten allerdings davon aus, dass das Tier bei einem Autounfall starb. Nur der Verbleib seines Kopfes ist bisher nicht geklärt und das sorgt in den sozialen Netzwerken und Foren weiterhin für lebhafte Diskussionen und Beschuldigungen.

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