Küken

Töten männlicher Küken bleibt erlaubt

Das Töten männlicher Eintagsküken in Brütereien verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Dies hat heute das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster entschieden. Für NRW-Umweltminister Johannes Remmel ist dies eine weitere Niederlage. Der Grünen-Politiker hatte das Töten der Küken 2013 per Erlass verbieten wollen.

Nachdem das Verwaltungsgericht Minden bereits einem Brüterei-Betreiber Recht gegeben hatte, der sich gegen Untersagungsverfügungen der Kreise Gütersloh und Paderborn gewehrt hatte, wies das OVG nun die gegen diese Urteile eingelegten Berufungen der beiden Kreise zurück.

Laut Mitteilung des Gerichts erlaubt das Tierschutzgesetz das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund im Sinne des Gesetzes vorliegt. Berücksichtige man ethische Gesichtspunkte des Tierschutzes ebenso wie menschliche Nutzungsinteressen, bestehe für die von den beiden Kreisen untersagte Tötung männlicher Küken ein solcher vernünftiger Grund. Die Aufzucht ausgebrüteter männlicher Küken sei für Brütereien mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Würden diese Küken aufgezogen, seien sie praktisch nicht zu vermarkten, stellten die Richter fest. Die Tötung der Küken sei daher Teil der Verfahren zur Versorgung der Bevölkerung mit Eiern und Fleisch.

Einen Kommentar zum Thema Kükenschreddern finden Sie hier.

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