Toller Einsatz: Jäger retten Bussard vor dem Tod

Für einen Bussard kam die Rettung durch engagierte Jäger in letzter Minute. Das junge Tier hatte sich derart stark in einem Weidezaun verfangen, dass es sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Wie az-web.de berichtet, warteten bereits die ersten Krähen auf das Ableben des Greifvogels.

Die Jäger des Jagdbezirks Kalterherberg-Nord (Nordrhein-Westfalen) fanden den knapp anderthalb Jahre alten Greifvogel entkräftet vor. Der Vogel hatte sich wohl bereits seit mehreren Stunden in der aussichtslosen Lage befunden. Nur dank der Befreiung durch die Jäger und des anschließenden Transportes zum Falkner konnte der Bussard gerettet werden. Ein Tierarzt konnte den Greifvogel schließlich behandeln und gesund pflegen, sodass der Bussard mittlerweile wieder in die freie Wildbahn entlassen werden konnte. Allerdings nicht in sein angestammtes Revier.

Wie Peter Podburny von der Kreisjägerschaft Aachen erklärt, sei eine Gewöhnung an ein neues Revier kein Problem, denn Bussarde vertragen sich mit ihren Artgenossen. „Sie besetzen ihr Revier nicht so exzessiv territorial, wie das zum Beispiel ein Luchs tut“, sagte Podburny gegenüber az-web.de. Für Alttiere hingegen stelle ein neues Revier eine große Herausforderung dar. Diese würden daher immer in ihr angestammtes Revier entlassen.

Wie Podburny erklärte, sei der Vorfall nicht ungewöhnlich gewesen. Es käme gelegentlich vor, dass sich Bussarde in Zäunen verfingen. Zwar kennen die Greifvögel ihr Revier und damit auch die gefährlichen Hindernisse wie Zäune gut, allerdings scheint das verunglückte Tier noch unerfahren gewesen zu sein. Außerdem könnten sie durch das kurzfristige Aufstellen von Hindernissen irritiert werden.

In jedem Fall war das Eingreifen der Jäger für den Bussard entscheidend. Die Krähen warteten nur auf die völlige Erschöpfung des Tiers und hätten es dann „sofort zu Tode gehackt“, wie Podburny klarstellt.

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