Tierschützer: Wildernder Hund ist unlösbares Problem

Hund

Symbolbild

Im Sauerland sorgt ein ausgesetzter Hund für Probleme. Das Tier streunt seit etwa anderthalb Jahren durch den Schmallenberger Wald und reisst regelmäßig Rehe und andere Wildtiere. Mehrere Versuche, das Tier einzufangen, sind fehlgeschlagen. Mittlerweile wurde der Hund zum Abschuss freigegeben – gebilligt vom Tierschutzverein Hochsauerlandkreis. Dessen 1. Vorsitzender Klaus Pehle könne als Tierschützer nicht direkt zum Erschießen des Tieres aufrufen – er verhindere es aber auch nicht, weil er keinen Ausweg nennen könne, sagte er der WAZ. „So einen Hund in den Zwinger zu sperren, wäre auch Tierquälerei.“    

Auch die Jäger der Region wissen nicht weiter. Hubert Greißner vom Schmallenberger Hegering stellte klar: „Sie haben die Abschussfreigabe gegeben – wir machen das nicht gerne, wissen uns aber nicht mehr anders zu helfen.“ Noch ist aber nichts passiert, weil der Hund extrem scheu und schwer zu finden ist. Beweise für die Risse gibt es allerdings genug. Mehrfach wurde der Hund dabei beobachtet und von Wildkameras im Wald fotografiert.

Keine Spur von den Besitzern

Bevor überhaupt eine Abschussgenehmigung erteilt wurde, hatte der Tierschutzverein nach möglichen Besitzern gesucht – allerdings ohne Erfolg. Klaus Pahle geht aufrgund von Fotoaufnahmen davon aus, dass der Hund aus Südeuropa stammt und nach Deutschland geholt wurde. „So einen Hund kann man nicht aufs Sofa legen, der wird kein Schmusehund mehr. Es gibt Leute, die mit solchen Tieren umgehen können, das müssen aber echte Kenner sein.“ Wie lange das Tier im Schmallenberger Wald noch seinem Jagd- und Überlebenstrieb nachgehen kann, ist nicht klar. Die Abschussgenehmigung besteht. Zusätzlich soll ein Radfahrer den Hund vor kurzem gesehen haben, sagt Greißner vom Hegering.  Der Augenzeugenbericht deute daraufhin, dass das Tier mit Staupe oder Räude infiziert sei – daran werde es über kurz oder lang eingehen.

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