Südtirol: Staatsrat bleibt bei strenger Regelung

Dolomiten

Für die Südtiroler Jäger kann ein kleiner Ausrutscher weiter drastische Folgen haben. Der Staatsrat bleibt bei der strengen Auslegung des Artikels 43 des italienischen Sicherheitsgesetzes Nr. 773/1931, meldet der italienische Jagdverband. Für Jäger heißt das: Werden Sie von einem Gericht verurteilt, egal was sie sich haben zu Schulde kommen lassen, wird der Waffenpass nicht mehr verlängert oder erst gar nicht ausgestellt. Wie Südtirolnews.it schreibt, reicht da schon, wenn ein Jäger illegal einen Weihnachtsbaum im Wald geschlagen hat und dafür verurteilt wurde.

Trotz der jetzigen Bestätigung eines Gutachtes aus dem Jahr 2014 gibt sich der Jagdverband in einer Pressemitteilung kämpferisch: „Zuversichtlich stimmt, dass die Verwaltungsgerichte sowie die rechtssprechenden Sektionen des Staatsrates sich nicht an das neue Gutachten halten müssen, sondern weiterhin frei entscheiden können. Wir werden weiterhin, so wie bisher, unsere Interessen nach Kräften vertreten.“

In Italien wurde der Artikel 43 bis 2014 von den Regionen immer unterschiedlich ausgelegt – es gab Spielräume, in denen über einen Entzug oder eine Verlängerung des Jagdwaffenpasses entschieden werden konnte. Der Staatsrat sollte für eine einheitliche Regelung sorgen und tat dies auch. Seitdem wird überall in Italien restriktiver gehandelt. Zwei Parlamentarier wollen jetzt weiter für eine Änderung kämpfen. Wie Südtirolnews.it schreibt, können betroffene Jäger es auch über einen Schriftsatz und dann über einen Rekurs versuchen. Ein Rekurs kostet jedoch 4000 bis 5000 Euro pro Instanz.

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