Fuchs auf der Wiese

Foto: Alexander Kumpins

Streit um Baujagd: Abfuhr für Schweizer Tierschützer

Im Schweizer Kanton Thurgau haben sich die bürgerlichen Regierungsparteien SVP, FDP und CVP gegen ein Verbot der Baujagd ausgesprochen. Wie tagblatt.ch berichtet, stellen sich die Parteien damit klar gegen den Präsidenten des Thurgauer Tierschutzverbands, Reinhold Zepf.

In Stellungnahmen zur geplanten Überarbeitung des kantonalen Jagdgesetzes hätten sich die Parteipolitiker unabhängig voneinander deutlich gegen das von Zepf geforderte Baujagdverbot ausgesprochen. Bereits seit Jahren fordert der Tierschützer dem Bericht zufolge, dass der Thurgau als erster Schweizer Kanton die Jagdart verbietet, bei der Füchse oder Dachse von Jagdhunden aus ihrem Bau getrieben werden.

Die CVP erklärte in ihrer Stellungnahme laut dem Zeitungsbericht, es sei nicht einzusehen, weshalb der Kanton auf Druck des Tierschutzverbands ein Baujagdverbot erlassen solle. Reinhold Zepf sei ein „erklärter Jagdabschaffer“ und außerdem stehe der schweizerische Tierschutzverband als Mutterverein hinter der geltenden eidgenössischen Lösung. Auch die FDP betonte, ein etwaiges Verbot einer Jagdmethode, die nach Bundesrecht zulässig sei, bedürfe einer stichhaltigen Begründung – doch eine solche fehle. Gerade beim Auftreten von Tierseuchen sei die Baujagd eine unverzichtbare Methode. 

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