Stier tötet zwei Menschen

Zwei Landwirte, Vater und Sohn, wurden auf einer Weide im bayrischen Gleißenberg von einem wild gewordenen Stier angegriffen und getötet.

Stier auf Weide

Symbolbild: Erich Westendarp

Tragödie im bayrischen Gleißenberg (LKR. Cham): In den Vormittagsstunden des 27. Juli attackierte ein wild gewordener Stier auf einer Weide einen Landwirt und dessen Vater. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Sie erlagen noch am Unglücksort ihren Verletzungen.

Gegen 10 Uhr am Samstagmorgen begab sich ein 60-jähriger Landwirt auf seine Weide, um ein Kalb zu markieren. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz wurde er kurz darauf von einem Stier angegriffen und getötet. Nachdem der Mann längere Zeit nicht auf seinen angrenzenden Hof zurückkehrte, begaben sich die Ehefrau und der 87-jährigen Vater des Getöteten ebenfalls zu der Weide, da sie sich Sorgen machten. Wahrscheinlich um seinem Sohn zur Hilfe zu kommen, betrat der Vater die Weide und wurde ebenfalls von dem Stier angenommen und getötet.

Die von der Ehefrau verständigten Rettungskräfte konnten zunächst nicht zu den Männern auf die Weide gelangen, ohne selbst von dem Stier angegriffen zu werden. Die Polizei hatte keine andere Möglichkeit, als das Tier zu erschießen. Erst dann konnten die Rettungskräfte zu den beiden Landwirten vordringen, für die jedoch jede Hilfe zu spät kam.

Der 60-Jährige wird als erfahrener Landwirt beschrieben, der regelmäßig nach seinen Rindern auf der Weide sah. Warum es dennoch zu der tödlichen Tragödie kam, ist noch unklar. Möglich ist, dass der Stier die Herde beschützen wollte, da sich zum Zeitpunkt des Unglücks auch Kühe mit ihren Kälbern auf der Weide befanden. Der Stier soll seit eineinhalb Jahren im Besitz des Bauern gewesen und bisher nicht auffällig geworden sein.

Die Angehörigen der Getöteten werden derzeit von einem Team der Krisenintervention betreut. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führt die Ermittlungen zu diesem Fall.

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