Ständig im Unrecht: Tierrechtler lassen trotzdem nicht locker

Murmeltier

In Südtirol geht die Tierrechtsorganisation LAV permanent juristisch gegen Sonderregelungen für die Jagd auf Füchse und Murmeltiere vor – und zieht dabei immer wieder den Kürzeren (wir berichteten).

Wie tageszeitung.it berichtet, reagiert die „Lega Anti Vivisezione“ umgehend mit einer Klage, sobald der Südtiroler Landesrat Arnold Schuler ein Dekret für Sonderjagdzeiten erlässt. Einerseits betreffen die Erlasse den Fuchs, der laut Gesetz erst ab Herbst bejagt werden darf – andererseits geht es um das Murmeltier, das eigentlich überhaupt nicht bejagt werden darf. Landesrat Schuler begründe seine Sonderdekrete jedoch damit, dass die Population der beiden Tierarten steige und die angerichteten Schäden entsprechend zunähmen (wir berichteten).

Da jeder Erlass von den Tierrechtlern angefochten und daher vom Verwaltungsgericht erst einmal ausgesetzt wird, dauert es laut dem Bericht mehrere Monate oder gar Jahre, bis ein endgültiges Urteil vorliegt. Seit April habe das Gericht nun drei Urteile zu Sonderdekreten aus den Jahren 2014 und 2015 gefällt – und dabei jeweils dem Land Recht gegeben und die Tierrechtler zur Rückerstattung der Spesen verurteilt.

Dass die LAV-Aktivisten sich auch von drei juristischen Niederlagen nicht beeindrucken lassen, verdeutlichten sie mit ihrer Reaktion auf den allerneuesten Erlass des Landesrats. Dem Bericht zufolge sollte die Fuchsjagd in Südtirol bis zum 17. September im Umkreis von 400 Metern von Geflügelhaltungen erlaubt werden. Wie nicht anders zu erwarten, fochten die Tierrechtler das Jagddekret Anfang dieser Woche an.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!