Stahnsdorf und die Bogenjagd

Neuer Versuch in Brandenburg, um die Bogenjagd auf Wildschweine einzuführen.

Bogenjagd auf ein Wildschwein

Foto: Luis Hant

Die Gemeinde Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) versucht erneut die Bogenjagd auf Wildschweine genehmigt zu bekommen. Neue Hoffnung wird dabei auf die kommende Landesregierung gesetzt. Im Juni dieses Jahres wurden die Bemühungen der brandenburgischen Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow der „Wildschweinplage“ Herr zu werden, jäh durch das brandenburgische Umweltministerium gestoppt (wir berichteten).

„Wichtigste Voraussetzung für die Genehmigung dieses Pilotprojekts war für die Behörde die Begleitung durch eine wissenschaftliche Einrichtung. Hierzu gab es im Vorfeld bereits Kontakte zu Interessenten. Die notwendige Ausschreibung hat kein zuschlagfähiges Ergebnis gebracht“, hieß es damals in der offiziellen Begründung des Ministeriums.

Jetzt soll beim zukünftigen Umweltminister ein neuer Vorstoß gewagt werden, sagte Gemeinde-Sprecher Stephan Reitzig nach einer Meldung des Nordkuriers. Die örtliche Jägerschaft erachtet die Jagd mit dem Gewehr innerhalb der Ortschaften wegen der Gefahr möglicher Querschläger als zu gefährlich und sieht in der Jagd mit Pfeil und Bogen (immer noch) eine adäquate und vor allem weniger risikobehaftete Alternative.

Bis das Anliegen bei der noch zu bildenden Landesregierung erneut vorgetragen werden kann, versucht die Gemeinde vorerst, dem auf rund 100 Tiere geschätzten Wildschweinbestand durch eine Lebendfangfalle, einen sogenannten „Saufang“, beizukommen.

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