SPD will die Jagdsteuer wieder einführen

Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald war die Steuer 2009 abgeschafft worden – jetzt fordern die Sozialdemokraten eine Kehrtwende.

Geldscheine

Das dürfte noch für Diskussionen sorgen: Im baden-württembergischen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat die SPD jetzt gefordert, dass die Jagdsteuer bis zum Jahr 2019 wieder erhoben werden soll. Wie die Badische Zeitung berichtete, stellten die Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag bei der jüngsten Sitzung des Kreistages.

Die Jagdsteuer wurde dem Bericht zufolge 2009 abgeschafft. Sie brachte dem Kreis zuletzt Einnahmen in Höhe von 100.000 Euro. Zur Begründung wurde seinerzeit angeführt, Jäger müssten entlastet werden, da sie unter anderem für Wildschäden finanziell geradezustehen hätten. Die Jagd sei längst nicht mehr profitabel.

Solche Argumente lässt die SPD nun offenbar nicht gelten. „Die Finanzlage des Kreises erlaubt keinen weiteren Verzicht auf die originäre Steuer des Kreises“, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben der Partei. Allerdings soll der Vorstoß auch innerhalb der SPD nicht völlig unumstritten sein.

Andernorts in Deutschland können Jäger sich durchaus noch über Anerkennung und Entlastung durch die Politik freuen. So strich der Landkreis Emsland im Frühjahr die Jagdsteuer (wir berichteten) und eine Gemeinde im Südschwarzwald erließ Jägern die Hundesteuer, weil sie zusammen mit ihren Vierbeinern Aufgaben für die Allgemeinheit erledigen (wir berichteten).

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