Symbolbild

Sensation: Erste Bären-Sichtung seit über 200 Jahren

Im Schweizer Kanton Schwyz wurde jetzt ein Bär von einem Wanderer gesichtet. Dieser ist überzeugt, dass es sich bei dem abgelichteten Tier um das Großraubtier handele. Für Thomas Fuchs, den Vorsteher des Amts für Natur, Jagd und Fischerei, wäre es eine Sensation, doch bisher fehle „ein sicherer Nachweis“. Wie swissinfo.ch berichtet, wurden nun in der Region mehrere Fotofallen aufgestellt, um eben diesen Nachweis zu erbringen.

Auf dem Foto des Wanderers ist ein schwarzes Tier an einem Berghang zu sehen. Das Bild des bärenähnlichen Tieres soll im Wander- und Skigebiet Hoch-Ybrig entstanden sein. Für Thomas Fuchs kam die Meldung über einen Bären aus heiterem Himmel. „Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir am Wochenende die Bären-Bilder zu sehen bekommen haben“, sagte er. Fuchs betont allerdings auch: „Wenn nach 212 Jahren wieder einmal ein Bär in unserem Gebiet sein soll, möchte ich handfeste Beweise vorlegen können.“

Wie Andreas Ryser von der Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement erklärt, wäre die Sichtung etwas ganz Besonderes, da es der erste Bär auf der Alpennordseite (außerhalb von Graubünden) seit der Ausrottung des Tieres wäre. In Graubünden konnten bereits mehrere Bären nachgewiesen werden (wir berichteten). 

Zwar wurden mittlerweile mehrere Fotofallen aufgestellt und man habe intensiv nach Spuren gesucht, jedoch konnte bislang keine eindeutige Spur des Bären gesichert werden. „Wir fanden keinen Kot, keine Spuren im Schnee, nichts“, erklärte Thomas Fuchs. Das sei ungewöhnlich, denn „ein so großes Tier wie der Bär hinterlässt normalerweise deutliche Spuren“.

Das viel diskutierte Foto des Wanderers finden Sie hier.

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