Sennenhündin „Kessy“ von Wildschweinen totgebissen

Stahnsdorfs Bürgermeister fordert erneut die Bogenjagd auf Schwarzwild.

Die Entlebucher Sennenhündin „Kessy“ wurde von mehreren Wildschweinen totgebissen.

Die Entlebucher Sennenhündin „Kessy“ wurde von mehreren Wildschweinen totgebissen. (Beispielbild: Vincent Scherer)

Die Entlebucher Sennenhündin „Kessy“ wurde am Dienstag (03.12.2019) gegen 5 Uhr früh im brandenburgischen Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) von mehreren Wildschweinen totgebissen, als sie sich im Garten ihres Besitzers lösen wollte. Dieses tragische Ereignis nahm Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers zum Anlass, um erneut die Jagd mit dem Bogen auf Wildschweine in seiner Gemeinde zu fordern, berichtet die „Märkische Allgemeine“: „Es kann nicht sein, dass unsere Haustiere gefährdet werden, wenn Rotten von Schwarzwild unbehelligt durch Städte und Gemeinden ziehen, weil innerorts geeignete Jagdmethoden nicht eingesetzt werden dürfen“, zitiert die MAZ Bürgermeister Albers.

Albers Vorstoß, die Bogenjagd auf Schwarzwild auch im innerstädtischen Bereich zu erlauben, scheiterte an den Vorgaben der Behörden. Für Albers stellt diese Jagdart, die in vielen anderen europäischen Ländern bereits etabliert ist, eine bessere Alternative zu der konventionellen Jagd mit der Schusswaffe dar. Die Gefahr von Abprallern und Querschlägern bei Pfeilen, gerade im urbanen Milieu, sei wesentlich geringer. „Es ist mehr als überfällig, die Bogenjagd auch zum Wohle unserer Vierbeiner einzusetzen“, zitiert die MAZ Albers weiter. „Wer will verantworten, wenn künftig vielleicht Kinder oder Ältere mit einer Wildschweinrotte zusammenstoßen und dabei möglicherweise verletzt werden?“

Abzuwarten bleibt, ob der erneute Versuch die Bogenjagd in Brandenburg zu legalisieren bei den zuständigen Behörden, auch im Hinblick auf die seit Jahren anhaltende Schwarzwildproblematik der kleinen Gemeinde, dieses Mal auf fruchtbareren Boden fällt.

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