Sechs Wölfe aus Nationalpark-Gehege entkommen

Im Nationalpark Bayerischer Wald sind in der Nacht auf Freitag mehrere Wölfe entkommen. Fremdverschulden schließt die Polizei nicht aus. 

Wölfe in einem Gehege

Symbolbild: raincarnation40

Mehrere Wölfe sind in der Nacht zu Freitag aus einem Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald im Landkreis Regen ausgebrochen. Wie den Tieren die Flucht gelang, ist laut einer Pressemitteilung des Nationalparks bisher nicht hundertprozentig klar. Eine Fremdeinwirkung durch Dritte könne jedoch „nicht gänzlich ausgeschlossen“ werden.

„Wir setzen mit höchstem Personaleinsatz alles daran, die Tiere wieder einzufangen“, sagte der Leiter des Nationalparks, Franz Leibl. Dazu werde versucht, die ausgebrochenen Wölfe anzufüttern. „Sollte das nicht gelingen, kommen Narkosegewehre zum Einsatz. Das letzte Mittel wäre aus Sicherheitsgründen der Abschuss der Tiere“, erklärte Leibl weiter. Ein Verbleib in der freien Wildbahn sei für die Wölfe ausgeschlossen. Aktuell koordiniere ein Krisenstab die Maßnahmen.

Von den neun in dem Gehege lebenden Wölfen brachen offenbar sechs Tiere aus. In freier Wildbahn dürften sie jedoch laut Angaben des Nationalparks nicht lange überlebensfähig sein, da sie bisher vollständig in menschlicher Obhut aufwuchsen. Die Bevölkerung werde gebeten, auf keinen Fall Futter für die Wölfe zu deponieren, sich ihnen zu nähern oder sie zu fotografieren.

Erst im September war im nordrhein-westfälischen Isselburg eine Wölfin aus einem Tierpark entkommen. Sie musste am Ende getötet werden, weil sie einen Helfer beim Versuch, das Tier einzufangen, gebissen hatte (wir berichteten). 

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