Schweizer Kanton testet Nachtzielgeräte für die Schwarzwildjagd

Wildschweine

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Im Schweizer Kanton Baselland wird der Einsatz von Nachtzielgeräten bei der Wildschweinjagd erprobt. Die Technik soll den Jägern mehr Treffsicherheit ermöglichen. Dass die Bejagung der Wildschweine in letzter Zeit immer schwieriger wurde, belegen aktuelle Zahlen: In der Region wurden laut telebasel.ch 400 Stück Schwarzwild weniger erlegt als im vergangenen Jahr um diese Zeit.

Die rund 600 Jäger vor Ort hätten die klar definierte Aufgabe, die Schäden für die Landwirtschaft durch Wildschweine möglichst gering zu halten, sagte Jagdaufseher Ueli Nauer dem Bericht zufolge. Die Nachtzielgeräte, die sich speziell für die Wildschweinjagd auf freiem Feld eignen, sollen nun für mehr Jagderfolg sorgen. Zudem soll so die Sicherheit für Menschen erhöht werden, die sich in der Umgebung aufhalten. Der Test läuft während der Jagdzeit bis Februar.

In Bayern war die mögliche Zulassung von Nachtzielgeräten bei der Jagd auf Schwarzwild bereits vor einigen Monaten diskutiert worden (wir berichteten). Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) erntete viel Kritik, nachdem er sich für die Verwendung der Geräte stark gemacht hatte. Das Präsidium des Bayerischen Jagdverbandes rund um Präsident Jürgen Vocke lehnte einen Einsatz kategorisch ab (wir berichteten).

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