Schweiz will Jagd auf Bär und Wolf ermöglichen

Bär und Wolf

In der Schweiz sollen Bär und Wolf möglicherweise bald bejagt werden. Die schweizerische Regierung – der Bundesrat – hat jetzt eine Änderung des Jagdgesetzes angeregt. In einer Mitteilung ist die Rede davon, dass die Bestände „gewisser konfliktträchtiger geschützter Arten“ künftig regulierbar sein sollen.

Voraussetzung für eine Bejagung müsse jedoch sein, dass durch die Raubtiere trotz vorbeugender Maßnahmen große Schäden drohen oder sogar die konkrete Gefährdung von Menschen zu befürchten ist. In diesem Jahr hatten Bär und Wolf in der Schweiz bereits mehrfach für Aufsehen gesorgt. So waren im Mai mehrere Bären in Graubünden aufgetaucht (wir berichteten). Im Juli war es zu einer massiven Wolfsattacke auf Schafe gekommen (wir berichteten). Aufgrund der akuten Gefährdung für Nutztiere hatte schon der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband die Forderung erhoben, dass der Schutzstatus von Wolf und Bär zugunsten des Herdenschutzes herabgesetzt wird (wir berichteten).

Wie blick.ch berichtet, würden mit der Gesetzesänderung auch die Zuständigkeiten neu geregelt: Während zurzeit das Bundesamt für Umwelt einen Abschuss bewilligen müsse, würde künftig der Bundesrat die Tierarten festlegen, deren Bestand reguliert werden darf. Die Entscheidung, ob die geschützten Tiere dann tatsächlich erlegt werden dürfen, läge bei den Kantonen.

Der Bundesrat hat zu der geplanten Gesetzesänderung nun das sogenannte Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Im Zuge dessen werden die Kantone, die Parteien und betroffene Verbände zu einer Stellungnahme eingeladen.

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