BErn: Jäger dürfen auch in Zukunft keinen fangschuss ausführen

Im Januar wurde im schweizerischen Kanton Bern eine parlamentarische Initiative an den Regierungsrat gerichtet. Das Ziel: Die Jägerinnen und Jäger des Kantons sollten in Zukunft die Erlaubnis bekommen, bei verunglückten Tieren den Fangschuss ausführen zu dürfen. Jetzt ist klar, dass auch in naher Zukunft ausschließlich die Polizei dafür zuständig sein wird. Dies berichtet die Jungfrau Zeitung

Der Regierungsrat begründete die Ablehnung der Forderung damit, dass „die bestehenden Regelungen ausreichend seien und bisher nicht zu Problemen geführt hätten“, heißt es dem Bericht zufolge. Außerdem gibt es ein Grundsatzproblem. So steht die kantonale Gesetzgebung einer entsprechenden Regelung im Weg. Diese sieht keine Delegierung der Aufgaben an Dritte vor. Ganz aussichtslos ist die Forderung dennoch nicht. Der Regierungsrat will sich im Laufe des Jahres mit einer Überprüfung der bestehenden Regelungen bezüglich des Umgangs mit Fallwild befassen. 

Die Forderung nach der Schaffung einer Grundlage für die Ausführung des Fangschusses von Jägerinnen und Jägern wurde vor allem damit begründet, dass die Polizei oft zu lange brauche, um vor Ort zu sein. Weiterhin seien Jäger genauso erfahren und routiniert und außerdem an jedem Ort präsent, sodass sie die Tiere schnell von ihrem Leiden erlösen könnten.

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