Schon wieder führt Jagd zu Großeinsatz der Polizei 

Krähe

Erneut hat eine ganz legale Aktion in Süddeutschland zu einem großen Polizeieinsatz geführt: Am Sonntagmorgen herrschte im oberbayerischen Bad Aibling jede Menge Aufregung. Erst Anfang August war es bei Neuhausen (Baden-Württemberg) wegen einer Erntejagd zu einem spektakulären Großeinsatz der Polizei gekommen (wir berichteten).

Wie OVB online meldet, hatten am Sonntag ab 6 Uhr zahlreiche besorgte Bürger den Notruf gewählt und Schüsse gemeldet. Es sei immer wieder mehrfach hintereinander geschossen worden, darauf seien kurze Pausen gefolgt. Da den Beamten keine Informationen beispielsweise über genehmigte Feuerwerke vorlagen, machten sie sich zunächst mit drei Streifenwagen auf die Suche. Rasch forderten sie jedoch Verstärkung an, unter anderem von der Bundespolizei aus Rosenheim, sodass insgesamt sechs Fahrzeuge das Gebiet absuchten.

Dem Bericht zufolge ermittelten die Polizisten schließlich einen Jäger, der zwischen Bad Aibling und Heufeld auf Bitten von Landwirten auf Krähen jagte. Bernd Schumacher, Vorsitzender der Jagdgruppe Bad Aibling, betonte gegenüber der Zeitung: „Die Krähenpopulation wächst und wächst. Der Schaden, den die Vögel anrichten, ist enorm.“ Außerdem unterstrich er, dass der Krähenjäger nicht verpflichtet gewesen sei, seine Aktion polizeilich anzumelden.

Die Polizisten verdeutlichten dem Mann, „dass die Bevölkerung verständlicherweise zurzeit auf Wahrnehmungen dieser Art sehr sensibel reagiert“. Konsequenzen müsse er nicht befürchten, vermutlich werde er die Beamten aber im kommenden Jahr wohl vorher informieren.

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