Sabotage an ASP-Schutzzaun in Sachsen

Zahl der ASP-Fälle in Sachsen auf 16 erhöht. Zaun zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest beschädigt.

Ein Keiler im Schnee (Foto: Dieter Hopf)

Ein Keiler im Schnee (Foto: Dieter Hopf)

In der Heinrich-Heine-Straße der sächsischen Gemeinde Krauschwitz, im Landkreis Görlitz beschädigten Unbekannte zwischen dem 24. Und 25. Dezember den Schutzzaun, der zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angelegt worden war. Auf einer Länge von ca. 400 Metern wurde der Draht des Wildzaunes an 14 einzelnen Zaunfeldern teilweise aufgetrennt und aufgebogen. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf 500 Euro.

Hintergrund:

Insgesamt sind um das gefährdete Gebiet ca. 90 km fester Zaun installiert, davon 56 Kilometer an der deutsch-polnischen Grenze zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg im Norden und der Autobahn A4 bei Görlitz im Süden. Die Planungen für die Zäunung des erweiterten gefährdeten Gebietes im nordwestlichen Bereich bei Bad Muskau mit einer Länge von weiteren ca. 16 km sind abgeschlossen. Mit den Vorbereitungsarbeiten in Form des Ausforstens der Trasse, wurde bereits in der vergangenen Woche begonnen.

Kurz zuvor bestätigte das sächsische Sozialministerium den Fund eines weiteren infizierten Wildschweines:

Ein bei der Fallwildsuche in der als gefährdetem Gebiet ausgewiesenen Restriktionszone im Landkreis Görlitz gefundenen Kadaverteil wurde bei Laboruntersuchungen sowohl in der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen als auch im Friedrich-Loeffler-Institut das ASP-Virus festgestellt.

Damit erhöht sich die Zahl der ASP-Fälle in Sachsen auf 16.

Der Fund wurde wie alle anderen vorher in unmittelbarer Nähe der Neiße, östlich des jüngst errichteten festen Wildschweinabwehrzauns festgestellt. Sämtliche in den aktuellen Allgemeinverfügungen der Landesdirektion Sachsen festgelegten Maßnahmen im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone bleiben gültig. Anpassungen sind nicht nötig.

Sozialministerin Petra Köpping erklärt: »Wir sind nicht überrascht von dem positiven ASP-Fund. Es war zu erwarten, dass bei der intensiven Fallwildsuche weitere infizierte Tiere entdeckt werden würden. Um die Tierseuche zu bekämpfen und in der jetzigen Infektionszone einzudämmen ist es nötig, dass alle Wildschweine gefunden werden und das Gebiet von Wildschweinen befreit wird. Eine erfolgreiche Fallwildsuche ist dafür der Schlüssel. Nur so können wir eine Ausbreitung der Seuche auf ganz Sachsen verhindern.«

Nach drei Zyklen der Fallwildsuche wurden bisher insgesamt 70 Kadaver oder Kadaverteile von Wildschweinen gefunden. Von diesen 70 Funden entfallen 37 auf den Truppenübungsplatz der Bundeswehr und wurden alle negativ befundet oder waren auf Grund des weit fortgeschrittenen Zersetzungsgrades nicht auswertbar. Außerhalb des militärischen Gebietes wurden 33 Fallwildfunde gemeldet, von denen bisher 15 ASP-positiv sind. Alle bisher positiven ASP-Fälle befinden sich in der Gemeinde Krauschwitz und erstrecken sich einer Perlenkette gleich zwischen Sagar und Werdeck.

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