Russland erlaubt die Jagd mit Pfeil und Bogen

Die Abgeordneten der Duma verabschiedeten in der dritten und letzten Lesung ein Gesetz, das es russischen Jägern erlaubt, Pfeil und Bogen bei der Jagd einzusetzen.

Foto: Hans Arc

Abgeordnete des Unterhauses des russischen Parlaments verabschiedeten in der dritten und letzten Lesung ein Gesetz, das die Verwendung von Pfeil und Bogen bei der Jagd zukünftig erlaubt. Und das auch auf schweres Wild, wie beispielsweise Bären, meldet die „Agentur für städtische Nachrichten Moskau“.

Gemäß der aktuell noch gültigen Gesetzgebung ist die Verwendung von Pfeil und Bogen auf der Jagd verboten. Sie dürfen nur für sportliche Wettkämpfe und auf speziell dafür vorgesehenen Sportanlagen verwendet werden.

Das Gesetz unterscheidet zwei Kategorien von „Wurfwaffen“: Waffen, die dazu bestimmt sind, ein Ziel mit einem Projektil aus der Entfernung zu treffen, das mithilfe einer mechanischen Vorrichtung (kleine Wurfwaffen) oder mittels menschlicher Muskelkraft (Wurfwaffen) eine Richtungsbewegung ausführt. Bögen, als neue Jagdwaffen, werden in dem Gesetz somit als „kleine Wurfwaffen“ geführt.

„Im Gegensatz zu Armbrüsten erfordert die Verwendung von Bögen als Jagdwaffe spezielle körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten von Jägern und die technischen Eigenschaften der Bögen gewährleisten eine sicherere Handhabung“, heißt es in der Begründung des Gesetzes.

Alle Russen, die im Besitz einer gültigen Jagdlizenz sind und die Erlaubnis haben Jagdwaffen zu führen und aufzubewahren, dürfen nach dem neuen Gesetz nun spezielle Jagdbögen erwerben und auch zur Jagd verwenden. Voraussetzung ist nur noch eine Registrierung bei der zuständigen Behörde binnen einer Frist von zwei Wochen.

Das russische Parlament erhofft sich mit dem neuen Gesetz, die Attraktivität Russlands als Jagdland zu steigern.

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