Remmel in der Kritik: „Waldnutzung ist eine gesellschaftliche Aufgabe“

Wald

Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) erntet weiter heftige Kritik für sein geplantes Landesnaturschutzgesetz. Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW, Philipp Freiherr Heereman, forderte jetzt eine verantwortungsvolle Nutzung des „einmaligen Rohstoffs Holz“.

Wie die Westfälischen Nachrichten berichten, war der diesjährige Waldbauerntag in Werl von Kritik an Remmels Gesetzesplänen geprägt. „Waldnutzung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die Stilllegung des Waldes ist es dagegen nicht“, sagte Freiherr Heereman dem Bericht zufolge. Auch der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst NRW, Max Freiherr von Elverfeldt, attackierte den grünen Minister. Viele Planungen Remmels würden zu schmerzhaften und überflüssigen Nutzungseinschränkungen in der Land- und Forstwirtschaft führen – unter anderem die beabsichtigte Ausweitung von Schutzgebieten und die intensiveren Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände.

Umweltminister Remmel hatte sich erst kürzlich bei einer Diskussion über seine Gesetzespläne kompromisslos gezeigt und dadurch Forst- und Landwirte im Rhein-Sieg-Kreis gegen sich aufgebracht (wir berichteten). Um das geplante Landesnaturschutzgesetz noch zu stoppen, haben sich Aktive aus Land- und Forstwirtschaft in der Initiative „Naturschutz mit Augenmaß“ zusammengeschlossen (wir berichteten).

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